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23.09.2011 von eb , - Surreale Sichten.

Gartenfreuden, im Reigen der Jahreszeiten.

(C.) DIN-A4 Acryl Klick macht dick.
bild







Geht der Sommer schon zur Neige,
wird mancher Gärtner feige.
Traut sich kaum in seinen Garten,
weil da bereits die Monster warten.

Im Abgesang der warmen Zeit,
macht sich das Leben nochmals breit.
In Nischen, Ecken und Gemäuer,
erwachen nun die Ungeheuer.

Im letzten warmen Abendlicht,
manch Bestie seine Beute sticht.
Flink sich aus Verstecken reißend,
dem Träumer in die Waden beißend.

Dick und fett, auf grünem Blatt,
hängt man herum, und frißt sich satt.
Mit üblen Fallen, um die Freiheit bringend,
ohne Skrupel, gegenseitig schlingend.

Wartend, - auch in Netzen schwebend,
sinnend, über Tod in Fäden klebend.
Den eig´nen Gatten noch verdauend,
schon nach dem nächsten Opfer schauend.

Mit kräft´gem Biss und ätzendem Saft,
dem Leben nehmend, jede Kraft.
Was Pech gehabt auf seinem Flug,
und hängen bleibt, im seidigen Betrug.

Betrug, gesponnen über weite Räume,
mitunter sogar, - zwischen Bäume.
Manch Unachtsamer, läuft in ein Gespinst,
in dessen Mitte, - ihm das Gruseln grinst.

Buben, - hört man zittrig brabbeln,
wenn sie lustig über Nasen krabbeln.
Und mächtig viel Respekt erheischen,
wenn Mädels, - angstvoll kreischen.

Doch auch der stolze Gärtnersmann,
den Angstschweiß nicht vermeiden kann.
Legt sich klebrig zäh, und ziemlich dicht,
ein Spinnennetz, - quer über das Gesicht.

.....

Die Welt, kann man mit vielen Blicken sehen,
und nicht selten, - sogar verstehen.
Doch wer dabei die Angst entdeckt,
und sie gläubig unter Gott versteckt,
sollte tunlichst danach schauen,
wer ihm erklärt, - das Grauen.

Denn allzu oft, riecht Eigennutz den Schweiß,
dem die Angst, - zu folgen weiß.
Zieht an, - die Führer und die Welterklärer,
samt Politik und Geldvermehrer.
Und drehen die Welt,
- wie´s ihnen grad gefällt.

Wird groß zu klein und klein zu groß,
zieht mancher Mann, - ein hartes Los.
Und klebt im Netz der großen Fäden,
die ihn bewahren woll´n, - vor Schäden.
Und niemals wieder gehen lassen,
- während sie sein Blut verprassen.



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