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28.03.2011 von eb , - Der Kichenplanet und neue Bilder vom Kirchenplaneten.

Theorie und Praxis.

Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 4

42x50cm Acryl   Zum Vergr. anklicken.


Während die Mannschaft versuchte wieder zu dem zu werden, was der jahrhundertelange Kälteschlaf doch erheblich in Mitleidenschaft gezogen hatte, - nämlich eine Mannschaft, rückte auch das Ziel von Woche zu Woche mehr ins Blickfeld. Dabei beunruhigte ein Punkt ganz besonders. Es gab keinen Funkverkehr mehr. Eigentlich hatte man erwartet, dass mit abnehmender Entfernung die vom Zielplaneten ausgestrahlten Signale mehr Informationen geliefert hätten. Weshalb der Bordcomputer natürlich auch während der ganzen Reise die Antennen auf entsprechenden Empfang gestellt hatte. Doch die Auswertung ergab nur, dass bis circa 50 Jahre nach dem Start noch vereinzelte Fetzen empfangbar waren, - und dann nichts mehr. Vom momentanen Zeitpunkt aus gerechnet, hatte die fremde Zivilisation also seit ungefähr drei Jahrhunderten nichts mehr ins All gefunkt, was irgendwelchen auf der Erde bekannten Sendemöglichkeiten entsprach.

Genug Raum für die wildesten Spekulationen. Wozu die absolute und nicht mehr von Kommunikation abhängige Erleuchtung genauso gehörte, wie der Untergang einer ganzen Zivilisation. Erstere Variante erzürnte den Kapitäns-Bischof doch sichtlich, da nicht römisch-katholische Wege zur Erleuchtung empfindlich an seiner spirituellen Reinheit rüttelten. Die zweite Version stellte zwar den Sinn der ganzen Mission in Frage, aber ließ immerhin die Option offen, zur Not einen ganzen Planeten ohne jede Schwierigkeiten gleich von Anfang an mit dieser Reinheit zu bereichern. Jedenfalls sah er sich dazu veranlasst, seine Mannschaft zu etwas mehr Sachlichkeit und Konzentration auf ihre eigentlichen Aufgaben zu ermahnen.

Dies ganz besonders, als der Zielplanet bereits schon wie ein kirschroter Ball den ganzen Hauptbildschirm der Brücke ausfüllte und man sich anschickte, in einen stabilen Orbit ein zu schwenken. Denn statt Antworten, mehrten sich lediglich die Fragen. Weder gab es irgendwelche Funksignale, Hinweise auf irgendeine Form von Raumfahrt, noch einen möglichen optischen Blick durch eine von Dunst und Staub vollständig verhangene Atmosphäre hindurch. Auch die tiefer gehende Untersuchung, konnte erstmal nichts am ersten optischen Eindruck und Gefühl ändern, - so ziemlich alles für nichts unternommen zu haben. Infrarot und Radar, lieferten das Bild von ca. zwei Dritteln zerklüfteter und von tiefen Einschnitten durchzogener Landmasse und einem großen Meer, welches immerhin tatsächlich aus Wasser bestand. Schwerkraft, durchaus erträgliche Temperaturen, sowie Druck der Atmosphäre, würden zwar lediglich geringfügige Anpassungen an Landgänge erfordern. Aber die Analyse der Zusammensetzung der Atmosphäre, zerschlug gleich am Anfang schon den Traum von einer Freiluftmissionierung nach biblischem Muster ohne technische Hilfsmittel. Die Luft, war im wahrsten Sinne des Wortes, etwas dünn. Jedenfalls, was den Sauerstoff betraf. An prophetische Männergesänge auf Hügelgipfeln, war also nicht zu denken.

Wobei immer noch die grundsätzliche Frage im Raum stand, was es denn zu missionieren gäbe. Eine der Erkundungssonden bewies zwar mit erfreulich klarer Sicht, dass Dunst und Staub nur die oberen bis mittleren Anteile der Lufthülle füllte, - aber ansonsten bot sie ein trostloses Bild. Von uneinsehbar tiefen Schluchten zerrissene grau- bis terrakottafarbene vollkommen leere Stein- und Geröllwüsten, soweit das Kamera-Auge reichte. Wenn es ein Sinnbild für eine Landschaft gab, wo man nicht nach Leben sucht, - war es wohl dieses. Erst nach tagelangem detailliertem aber frustierendem Scannen der Oberfläche, fand sich eine zusammenhängende Fläche von ca. 100 Quadratkilometern, die sich im infraroten Bereich mehr als deutlich von der normalen Umgebung abhob. Eine dorthin geschickte Sonde lieferte ein Bild, welches zwar nicht den ursprünglichen Erwartungen entsprach, aber zumindest ein legitimes Ziel der Mission anbot.


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