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28.11.2015 von eb , - Aktuelle Bilder

Ohrensausen und Kunstbananen.

(C.) 24x30cm Maroufl. (Klick macht modischer)
bild Die Menschen lieben ihre gewohnten Symboliken und Klischees. Das bringt ihnen Ordnung. Die brauchen das. Selbst diesem hirnrissigen blogger hier, mit welchem ich mich auf eine Schnittmengen-bedingte Interessengemeinschaft eingelassen habe, fällt nichts besseres ein, als zugunsten des sittsamen Auftretens unter Menschen, einer Dame wie mir, ausgerechnet das rosa Hemdchen zu pumpen. Dabei gibt es dieses Mädchenrosa und Bübchenblau erst seit den 20igern. Vorher war das komplett anders herum, die Jungs durften auf kriegslüstern blutig-rot machen und den Mädels hängte man christliches Maria-Blau an. Danach verband man Blau mit Marineuniformen oder Arbeitsklamotten, und rosa mit sanfter Weiblichkeit. Ein unglaublicher Nonsens, der sich trotz Moderne, von den bürgerlichen Kinderzimmern bis noch in die Pop-Kultur vorgearbeitet hat. Mit programmierten Farbassoziationen, haben es die Menschen eh. Dazu muss man sich nur mal deren parteipolitischen Malkasten anschauen. Da kann man Goethes Farbenkreis gleich durch eine alte Schellackplatte eintauschen. Naja, - wenigstens ist auf dem Fetzen kein Anker fürs alberne Symbolisieren seefahrender Lebewesen aufgedruckt. Wobei man nicht mal davon ausgehen kann, dass dieser Hornochse überhaupt einen blassen Dunst davon hat, dass wir Schiffsratten genauso gut Haus- oder Dachratten heißen können. Groß maulen, darf man aber auch nicht, - sonst gibt's gar nichts zum Anziehen, - und ich steh nackisch da. Wenn es wenigstens eine schmucke Kapitänsuniform oder ein dezenter Nadelstreifen gewesen wäre, - aber dann kriegt man so blöde Fragen zu hören, ob man hier in einem Modeladen für Barbie-Fans wäre. Eine Art hat der Kerl an sich, - furchtbar. Aber bevor ich meine Contenance ganz verliere, kommen wir lieber zum eigentlichen Thema.

Menschen neigen ja zu der Überzeugung, dass sie denken können. Das ist jetzt nicht etwa schräger Humor, sondern muss angesichts nicht repräsentativer Sonderformen unter Schiffsratten und zur Zeit fehlenden tierischen-, wie extraterrestrischen Vergleichsmöglichkeiten, einfach mal als mögliche Tatsache hin genommen werden. Dass dem so ist, beweisen uns auch diese Schaltschränke, welche man in den Maschinenräumen von Schiffen findet, die ja-, wie das Schiff auch, immerhin von Menschen gebaut wurden. Ein Großteil des menschlichen Denkens, erinnert seltsamerweise aber sehr stark-, genau an die Funktionalität dieser Schaltschränke. Die Betätigung eines einzelnen beschrifteten Schalters reicht aus, um irgendwo, ein oder mehrere Geräte bzw. gar ein ganzes Programm von Abläufen zu starten. Besonders bei Menschen, die vom Thema unbetroffen bzw. am Thema desinteressiert sind, kann man geradezu zuschauen, wie sich bei der Nennung des einzelnen Begriffes; "Kunst", in Sekundenbruchteilen im Hirn die gesamten Resterinnerungen bildungs-bedürftig gequälter Galeriebesuche mit Zeitungsmeldungen über Auktionsverkäufe, zum großen Bild von Kunst getriggert fühlen. Will meinen, man legt den Schalter mit der Beschriftung; "Kunst" um, dann klickt es, und schon gehen die grünen LED's "Bilder", "alte Meister", "neue Meister" mit folgender Signalwirkung durch die rote LED "mächtig teuer" an. Hat man noch einen Logschreiber für die Funktionalität von Motoren, Pumpen und Ventilen zur Verfügung, spukt der meistens so Gerätenamen wie Rembrandt, van Gogh, Munch, Dürer, Kandinsky, Feuerbach, Warhol, schmutzige Beuys-Badewanne, Richter, Koon aus. Sehr seltsam dabei ist, dass Schalter mit Aufschriften wie z.B. "Musik", "Theater", "Film", "Literatur", irgendwie einer entweder traditionell oder anderweitig mehr sekundär geprägten Programmierung folgen. Was aber auch nichts groß ändern würde, denn absolut ähnlich verhält sich dies, wenn man auf den Schalter; "Comic" drücken würde, und auf dem Logschreiber allenfalls Superman, Batman, Donald Duck, Ariel die Meerjungfrau, Werner oder Asterix der Gallier auftaucht, - wobei die gelben LED's "albern", "trivial" wie auch die rote; "billig", bei Asterix dem Gallier immer so ein sympathisches Zucken bekommen.

Wobei man das jetzt nicht zwingend als Kritik verstehen sollte. Es ist nur auffällig, aber selbstverständlich kann sich niemand für alles interessieren. Bei Musik, müsste ich z.B. streiken. Der menschliche Hang dazu, Krach zu machen, war mir schon immer suspekt. Trotzdem muss ich selbst noch das Hintergrundgedudel von diesem blogger hier ertragen, und der frägt mich auch noch, was ich davon halte. Was soll's. Fehlende Sensibilität, ist ein generelles Problem, welches auch eine Menge mit diesen angesprochenen Automatismen zu tun hat. Auch den Unterschied zwischen Kunst-Comic und Comic-Kunst, könnte man ja eigentlich ganz einfach sehen. Das erste wäre die beste aller Möglichkeiten zur Persiflage auf sich selber, und das zweite die kunstvolle Variante des Gleichen. Aber auf dieser Welt ist nichts einfach. Immerhin gibt es ja auch ernsthaften Comic und noch viel ernsthaftere Leute, die das noch ernsthafter betrachten wollen. Die muss man auch ernst nehmen. Nicht alles ist lustig, weil irgendjemand meint, dass Comic und Komisch das Gleiche wären. Dabei sind nicht mal lustig und komisch das Gleiche, auch wenn comical und funny das Gleiche bedeuten können. Comic ist Kunst, muss es aber nicht sein, und Kunst kann nun mal verdammt komisch sein. Ein nüchterner Miesepeter mitten im Kreis sturzbetrunkener Lachanfälle, kann genauso komisch wirken, wie ein Lachsack ausgerechnet in Form des einleitenden Vorsängers gregorianischer Gesänge. Wobei besonders bezüglich des Letzteren, die gesamte Spannbreite zwischen lustig, seltsam lustig, lustig seltsam, seltsam, beklemmend seltsam, hässlich seltsam, mit offenem Ende in sogar noch Richtung empfundener Pietätlosigkeiten abgedeckt werden kann. Anders ausgedrückt, zwischen einfacher Fröhlichkeit und geschmackvoller Geschmacklosigkeit, besteht noch das gesamte Repertoire von Comic, den man auch mit seinem sprachlichen Begriff in Einklang bringen könnte. Darüber hinaus, ist natürlich auch die Welt des Comic, genauso größer und namens-reicher, wie man sich eine Schiffsratte, welche man zudem auch noch Haus- oder Dachratte nennt, nicht ständig nur als Käse klauendes Nagetier in schmoddrigen Schiffsbäuchen vorstellen muss.

Helga, die verkannte Schiffsratte, - beim nachdenklichen Betrachten ihres Göttergatten. Welcher infolge umfangreicher Bestechung durch Käse, noch nichts maßgeblich Schlimmes angestellt hatte, - in seinem himmelblauem Strampelanzug, - aber einfach hinreißend aussah.


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