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02.03.2011 von eb , - Der Kichenplanet und neue Bilder vom Kirchenplaneten.

Mission

Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 2

41x39cm Tinte,Polychromos   Zum Vergr. anklicken.


Vernünftiges Missionieren will gelernt sein. Was wiederum selbstverständlich erscheinen lässt, dass sich nach der Entdeckung einer intelligenten außerirdischen Spezies diejenigen darum kümmern würden, welche darin die meiste Erfahrung besitzen. Gottes Wort auch noch in Lichtjahren Entfernung zu verbreiten, ist erklärtermaßen fast schon eine heilige Pflicht für die römisch katholische Kirche.

Weshalb sie sich nach besagter Entdeckung und theologischer Diskussion darüber auch gleich ins Zeugs legte und die Kollekte für eine stilvolle Transportmöglichkeit herumreichte. Der Bau dauerte ein paar Jahre, weil man berücksichtigen musste mehre Generationen lang auf Reisen zu sein. 110 Lichtjahre sind kein Pappenstil den man mal eben so mit einem Spaceshuttle erledigt bekommt.

Allerneueste Antriebstechnik und ausreichend Platz zum Beten waren deshalb vonnöten, wenigstens einen Zeitrahmen von ungefähr 300 Jahren abstecken zu können um das Ziel zu erreichen, den extraterrestrischen Heiden die Taufe zukommen zu lassen. Die benötigte Bauzeit wurde im Besonderen von der kirchlichen Abteilung für "Human-Resources" genutzt, um eine gläubige und linientreue Mannschaft zu rekrutieren. Drei vom Papst ausgesuchte Bischöfe, welche gleichberechtigt die Aufgabe eines Kapitäns übernahmen, erhielten alle kirchlichen Vollmachten inklusive einer galaxieweiten päpstlichen Stellvertreterfunktion. Dazu suchte man gut an die hundert zusätzlicher junger mutiger Priester aus, welche bereit waren ihr Leben für Gott und die Kirche zu geben. Was zwar durchaus viele Bewerber brachte, aber nach Lesen des Kleingedruckten, lediglich in Ausnahmefällen auch begeisterte Vertragsunterschreiber. Eines der größten Probleme war nämlich von Anfang an die lange Reisezeit. Welche schließlich drei- bis viermal so lang wie ein mögliches Menschenleben war. Es gab zwar genug Jungpriester die sich bereitwillig bezüglich des Zölibats opfern wollten, um an Bord priesterliche Nachkommen zu zeugen. Aber weder war es der Kirchenführung geheuer während einer doch recht langweiligen Reise Frauen an Bord rum laufen zu lassen, - noch Ausnahmeregelungen für raumfahrende Geistliche zu gestatten.

Ganz davon abgesehen, dass sich eine solche Sonderregelung empfindlich mit der kirchlichen Abneigung gegen Empfängnisverhütung gebissen hätte. Zur Vermeidung von Inzucht und wenigstens einigermaßen sicherer Gewinnung von zweigeschlechtlichen Fortpflanzungspartnern, wären mindestens zwei bis drei mögliche Gebärmuttern zu kalkulieren gewesen. Was selbst bei strikter Verheiratungspolitik ausreichend Unsicherheitsfaktoren produziert hätte, um den Erfolg der Mission ernsthaft in Frage zu stellen. Die Vorstellung, - mittels einem nach dreihundert Jahren zum Bersten überbevölkerten Raumschiffes, andere Spezies von der Enthaltsamkeit der irdischen Gotteskinder überzeugen zu wollen, - löste bei den Verantwortlichen einmütig verneinendes Kopfschütteln aus. Automatisiertes Klonen oder künstliche Befruchtung ca. 20 Jahre vor Erreichen des Zieles, kam auch nicht in Frage. Das erste war mit der kirchlichen Lehre gar nicht mehr vereinbar und das zweite wäre nur bezüglich weniger ausgesuchter Verfahren sinnvoll gewesen. Die aber nicht weniger spirituelles Hängen und Würgen im eigenen Dogma erfordert hätten. Zudem hätten beide Vorgehensweisen die komplette Erziehung und Neuausbildung von Bischöfen und Priestern per Bordcomputer bedeutet.

Lange Rede, kurzer Sinn. Nach unzähligen Überlegungen und computergestützten Simulationen, entschied man sich für die gefährlichste, aber dafür kontrollierbarste und flexibelste aller Möglichkeiten. Das, wozu der zukunftsoptimistische Science-Fiction-Fan immer greift, wenn der kalkulierbare Nutzen geringer wird als die Zeit her gibt. - Kryostasis. - Beim Start einfrieren, und ein Jahr vor Erreichen des Reiseziels wieder auftauen. Statt unzählige Leben, - leben und sterben zu lassen ohne eine damit verbundene Eigendynamik kontrollieren zu können, - alle einmalig während unproduktiver Zeiten auf Eis legen. Ein technisches Verfahren, welches zwar mittlerweile recht gut funktionierte, aber immer noch zu ca. fünfzig Prozent schwerste Unsicherheit bezüglich hunderprozentiger Wiederherstellung, sowie zwanzig Prozent komplettes Sterberisiko bedeutete. Zwar hatte man zu der Zeit die organischen Probleme des Kälteschlafes bereits schon weitgehend im Griff und vielfach getestet. Doch eines der größten Probleme war die Wiederherstellung der geistigen Fähigkeiten.

Bei einer Vielzahl der Probanden ergaben sich nach längerer kryonischer Aufbewahrung und Wiedererweckung erinnerungstechnische Verluste, bis hin zur gähnenden Leere im Gehirn. Und einige, verstarben immer noch bereits schon während der Aufbewahrung. Eine Methode, die allerdings zusätzlich zur Flexibilität eine nicht zu verachtendende psychologische Sicherheit in sich trug. Wer sich dafür entschied, - war wirklich bereit sich sprichwörtlich mit Haut und Haaren, selbst bei Verlust desselben, der Sache hinzugeben. Erforderte aber natürlich eine Beschäftigung der Gesunden mit denen, welche evtl. Schaden davon tragen würden. Schließlich wollte man die Anzahl der brauchbaren Personen so hoch wie möglich halten. Weshalb der Start einer ausgeklügelten Weckreihenfolge, ungefähr ein Jahr vor Erreichen des Zieles eingeplant wurde.

Rein zieltechnisch waren damit ebenfalls alle Optionen wie; Bekehrung, Rückreise und auch die Errichtung einer Missionsstation, - bis hin zur Entwicklung einer dauerhaften christlichen Kolonie möglich. Bezüglich letzterem, entschied sich die Kirchenführung die Möglichkeit wahrzunehmen, und doch noch zehn ausgesuchte Damen der Mannschaft beizufügen. Dies geschah allerdings mit allergrößter Geheimhaltung und Unterbringung in einem separat versteckten Kryoraum. Dessen Existenz, Position und Zugangsmöglichkeit, lediglich den an Bord befindlichen Bischöfen bekannt war. Entsprechend entschieden, geplant und ausgeführt, - verlief deshalb auch die Reise. Mit einer sprichwörtlich spirituellen Ruhe. Welche fürs erste, - 300 Jahre lang weder der automatischen Steuerung und Navigation, noch dem Weltall menschliche Störungen bereitete.


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