Kategorien

Comic-Art ...
Special Pin-Ups, ...
Surreale Sichten, ...
Reale Sichten, ...
Cartoons, ...
Karikaturen, ...
Unsortiert, Zeichnungen, ...
Textblumen, ...

Der Kirchenplanet.
Spezielle Streifzüge.
Quick and dirty.
Märchenhaftes
Dark worlds.
Bürgerlich Anständiges.
Kunst vom Nachwuchs.

Texte ...
Artikel ...
Kosmisches ...
Hintergrundrauschen ...
Achtung, Wääärbung ...
Sonstiges ...

Übersicht
Aktueller Beitrag RSS Feed 2.0


Add-ons

Selbstbauteleskope
Raumfahrtkatalog


Veröffentlichtes

Mordfiktionen

kirchenplanet

Postagenduale Impressionen

Systemisch, satirische Seitenblicke

Subtile Seitenblicke

 
Motivation      Vorheriger Artikel   Übersicht   Startseite   Galerie   Nächster Artikel      Impressum

25.11.2014 von eb , - Comic-Art

Das Ende einer Legende durch eine Legende.

Affig schwarz-buntes Betthupferl für eingeschneite Tropenträumer.

(C.) 20x30 Maroufl. Abtönf./Gouache       (Klick macht dick)
bild Ganz tief im Busch, da lebt ein wilder Mann,
der tanzen, springen, jodeln kann.
Dem schenkte jemand eine neue Hose,
als wärmend Kleid für's Lose.
Die war des Bunten etwas viel,
und auch ansonsten, - ohne jeden Stil.
Im Freundeskreis war man entsetzt,
dass jemand dergestalt Kultur verletzt,

- und jedem wurde klar,
dass alles völlig anders war..........


.......... Nachdem Tarzan, von einem der Mädels im Camp, welche auf der Suche nach der großen spirituellen Erfahrung im Einklang mit der Natur waren, im Tausch gegen seinen Lendenschurz eine neue Badehose bekam, versprach er ihnen ein Date mit der großen Schamanin im hintersten Winkel des Urwalds, - rief mit dem berüchtigten Tarzanschrei seinen Reitelefanten herbei, - und machte sich auf den Weg zu ihr.

Die alte Dame saß gerade im Kreise ihrer etwas leblos wirkenden Urahnen, als er bei ihr ankam. Wobei er allerdings mal wieder versuchte anzugeben, indem er auf einer Liane den großen Affen spielte und dabei fast auf sie gestürzt wäre. Ihre Augen waren eh nicht mehr die Besten und durch die kleine Sichtöffnung ihrer Ahnenmaske, konnte sie gerade noch eine Badehose erkennen, die sie aber keinem der ihr bekannten Dschungelbewohner zuordnen konnte. Touristen dagegen, waren ihr sowieso suspekt, - und von Erotic-Dance, hielt sie als große Stoikerin erst recht nichts. Dermaßen in ihrer Meditation gestört, fädelte sie sich also ziemlich schlecht gelaunt ins Jenseits ein, telefonierte schnell mit den Geistern ihrer Vorfahren und verwandelte mit deren Hilfe, den armen Tarzan in einen Affen. Seitdem, hat der die Fortbewegung per Kletterpflanzen tatsächlich drauf, kümmert sich fortan aber auch nur noch ums übliche Affenleben. Zumindest solange, bis seine bessere Hälfte, "Jane", die Schamanin von seiner Rückverwandlung überzeugen-, oder von ihr eben auch nicht erkannt werden würde.

Die Mädels im Camp, warteten noch ein paar Tage auf ihren Helden, aber als der nicht kam und einigen auch schon der Nagellack ausging, packten sie leicht frustriert ihre Zelte ein, schwatzten im nächsten Dorf einer angeblichen Verwandten der alten Schamanin ein paar Beigaben für professionellen Vodoo ab und ließen sich dann per Helikopter wieder heim fliegen. Wo sie es sich auf einer Party nicht verkneifen konnten, mit ein paar Fotos von ihrer Einkleidung des wilden Mannes anzugeben, eine hahnebüchene Geschichte über Urwaldgeister erzählten und auch ansonsten, mächtig affigen Spaß dabei hatten, der abendlichen Stimmung ihre Reisesouvenirs als Beigabe zum Punsch bei zusteuern. Ein Spaß, der allerdings nach der ersten nötigen nächtlichen Totenbeschwörung an der 2.0-Promille-Marke, in heftigem Katzenjammer endete. Bei in Alkohol aufgelösten Natur-Pülverchen, sollte man bezüglich von Risiken und Nebenwirkungen, eventuell erst einheimisch Kundige zu Rate ziehen, oder bei Vorhandensein, die Packungsbeilage beachten. Was genau passiert war, wusste aber niemand, - und als am nächsten Morgen vom Lärm genervte Nachbarn die Polizei anriefen, - blieb denen nichts anderes übrig, als in einer Wohnung gut an die zwanzig sturzbetrunkene Affen einzusammeln. Da die Wohnungseigentümer spurlos verschwunden blieben, übergaben sie die Tiere der Obhut eines Zoos.

Ein Jahr später, fluchten Forscher im Urwald über ein Affenpärchen, in zwar recht abgetragenen- aber doch eindeutig menschlichen Klamotten, welches ihnen ihr ganzes Projekt zur Verhaltensforschung von Primaten zunichte machte. Und sie zwang, noch viel tiefer in den Urwald vorzudringen, um Tiere ohne verfälschende zivilisatorische Einflüsse beobachten zu können. Wobei sie auf die alte Schamanin trafen, welche ihr Augenlicht mittlerweile fast ganz eingebüßt hatte, und gleich alles in Affen verwandelte, was sie nicht schon von weitem an Sprache und Stimme erkennen konnte. In den umliegenden Dörfern, nennt man die Gegend seitdem den Wald der bekleideten Affen. ( Deren neuer Rudelführer übrigens eine immer noch farbenfrohe Badehose- und die First Lady einen Lederbikini trägt.)

....

Just zu diesem Zeitpunkt, betritt das weißhaarige Klischee vom wirren, nach der Weltherrschaft strebenden Professors, den Raum des noch wirreren Schreiberlings. Er erzählt ihm vom Neuanfang der Menschheit. Von einer neuen Chance. Vom erneuten Durchleben einer ganzen Entwicklungsgeschichte. Er stellt eine Menge Fragen. Zum Beispiel, wo denn die Orte seiner Geschichte wären und ob man Vodoo per Digitalfunk aufs Handy- bzw. auch übers Internet übertragen könnte? Oder warum Roland Emmerich nie auf den Gedanken gekommen ist, Tarzan mit der alten Schamanin auf'm Buckel, durch New York laufen zu lassen? Hätte vielleicht mehr Erfolg gehabt, als Ufos oder Godzilla. Selbst King Kong hatte kläglich versagt. "Meine Güte, was gerade daraus hätte werden können", fügt er fast schon traurig hinzu. Der arme Kerl am Notebook, versteht allerdings überhaupt nicht, was dieser wahnsinnige Wissenschaftler von ihm will. Antworten, kann er ihm auch nicht. Aber als der irre Alte eine Banane aus seinem Kittel zaubert, reicht er ihm dafür dieses komische Ding, was er die ganze Zeit vor sich hatte, - und von dem er lediglich eine dunkle Erinnerung daran besitzt, dass man es nicht essen kann.

Im Urwald indes, - spielte eine alte Schamanin soeben mit Ähnlichem herum, bei welchem sie sich ebenfalls fragte, wie das denn, nebst einigen anderen Forscherutensilien in ihre Nähe gelangen konnte. Vor ein paar Minuten, hatten ihre Finger daran irgendetwas bewegt, denn plötzlich gab es Geräusche von sich und ihr restliches Sehvermögen konnte seitdem eine helle Fläche dort ausmachen, wo sie das Ding in den Händen hielt. Wenn sie mit den Augen ganz nah dran ging, war es ihr sogar möglich, gerade noch eine unverständliche und höchst merkwürdige Folge von gezeichneten Symbolen zu sehen; "Internet über Satellitenverbindung, - OK" Sicherheitshalber, hatte sie mit ihren Vorfahren schon mal abgeklärt, alles in Affen zu verwandeln, was irgendwas damit zu tun hat. Der Hinweis aus dem Jenseits, dass dies eventuell auch sie selber betreffen könnte, kam allerdings ein wenig zu spät.

So, - liebe Kinder, - und wer jetzt nicht schnell genug sein Notebook, Tablet oder Handy ausmacht, bekommt morgen keine Cornflakes, sondern Obst zum Frühstück.

bild


0 Kommentare

Motivation      Vorheriger Artikel   Übersicht   Startseite   Galerie   Nächster Artikel      Impressum
 Blogs

aebby LOG
en passant / KW 41 Nebelmeer
Exportabel
Farbenlehre: Das Bauhaus zwischen rot und braun
Feynsinn
Elitär ist einfach
Fliegende Bretter
Grenzerfahrungen in der Konsumgesellschaft (16)
Gnaddrig ad libitum
Zeitreise
Laienphilosophie
Zu diesem Blog
Notizen aus der Unterwelt
Die Russen waren’s nicht
Maf Räderscheid
Ich dacht’ ich seh ein Ungeheuer, doch es war die Umsatzsteuer – Öl auf Leinwand
Ian Musgrave's Astroblog
Orionid Meteor Shower, Morning 21-23 October 2018
Rainer Unsinn
Eines Tages
Ralf Schoofs
MASCOT ist gelandet
Rume
Aufgelesen und kommentiert 2018-10-18
Schnipselfriedhof
Schnipselfunk 09 – in nomine dominomus
Titanic
Ganz kurz nur, Andrea Nahles,
Zeitgeistlos
Neusprech: »Freiwillige Selbstverpflichtung«

Kreativ-Links

Aebby's Projekt: #playlist
Baertierchen
Pascal Baetens
Bildgrund11
Comiclopedia
Europ. Märchengesellschaft
Nadja M. Schwendemann
Flickr Scotland Blog
Kunstverein Freiburg
Markus Waltenberger
Peonia
Susanne Haun
Tetti
Textem-Kulturgespenster
yagaberry
ZAZA
Zeitgeistlos Hauptseite

Astro-Links

W. Stricklings Astro-Homepage
Astronomie.de

In remembrance

Kritik und Kunst
Duckhome
Geheimraetins Archiv
Pixelschnipsel


ebversum