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18.10.2014 von eb , - Märchenhaftiges ohne Haftung.

Es war der Schrat, - der es tat.

(C.) 20x30cm Maroufl. Abtönf./Goauche          Klick macht dick.
bild



So manches Boot, ganz ohne Not,
treibt schweigend durch das Rot.
Denn Rot, ist nicht gleich Tod,
sondern hält hier lediglich, ein Boot, - im Lot.

In roter Pfütze, wär die einzige Grütze,
unter des Zauberers Mütze.
Und diese Mütze, trägt auch noch ne Stütze,
die in dieser Pfütze, - genauso zu nichts nütze.

Das ist nur Schein, was soll dies anders sein,
als des Unsinns kranker Schrein?
Doch jeder Schrein, fühlt sich gar fein,
mit einem Schein, - der schmeckt nach rotem Wein.

Dabei suchte nur ein Schrat, nach Rat,
für eines Zauberers würdige Tat.
Es war die Tat, dass er um Stab und Mütze bat,
mit denen nun ein Schrat, - im Boote naht.

Drum hat die Welt, jetzt einen neuen Held,
der allenfalls durch kleidsam Tand gefällt.
Doch was gefällt, meist nicht zerschellt,
in dieser Welt, - die ansonsten nichts erhellt.

Hmmm, - naja, - unsereinem war eigentlich nur schwer danach zumute, sich mal wieder mehr aufs bevorzugte Vorgehen mit Flüssigfarbe für auch kinderfreundlichere Inneneinrichtungen und Seelenleben zu konzentrieren. Was auf kürzestem Wege dazu geführt hatte, sich erst mal wieder selber von Märchen- und Zauberwelten verzaubern zu lassen. Und eigentlich, sollte man es dabei belassen. Blöderweise, bin ich bei anderen auch immer ganz neugierig darauf, was ihnen so beim Verteilen von Farbe durch den Kopf gegangen ist. Ja, - ich liebe geradezu diese Verbindung, zwischen dem, was aus den Fingern fließt, und dem, was dabei so an Schrägem durchs Hirn geistert. Ganz davon abgesehen, dass dadurch an vielen Stellen, so manch erhabene Legende eben keine mehr wäre, - und der ehrliche Spaß dabei, - etwas mehr Kontur bekommen würde. Was man von anderen erhofft, darf man natürlich selber nicht unterdrücken. So ist es leider, nun eben doch nicht dabei geblieben.

Weshalb ich mich, vorneweg, erst mal entschuldigen muss. Beim Tauchen durchs Metier zauber-kundiger Gestalten von dunnemals bis heute, schleift man notgedrungen auch an diesem "Erhabenem" bzw. so etwas wie "Erhabenheit" vorbei. Bei diesen Wörtern, bekomme ich aber immer Kopfschmerzen und eine ganz merkwürdige Art von Ohr- bis Bandwurm. Doch keine Sorge, da kömmt hier jetzt nix mit Kant, Schiller und Adorno, welche sich auch ausgiebig mit dem "Erhabenen" befasst hatten. Würde auch nicht zum Bunten passen. Erhabene Hirne brauchen auch erhabene Kunst. Das ist ein wenig wie, - harte Männer brauchen harte Drinks und zarte Frauen Blumen. Und über den wohl unglücklichsten und schlüpfrigsten Begriff zum Schmieren auch von Eitelkeiten, dem Denker versuchten, eine auch noch veredelt positive Konnotation zu verpassen, lasse ich mich aber vielleicht ein andermal, ausführlicher und auch betont zwiespältiger aus. Wobei natürlich nicht verschwiegen werden darf, dass auch die Erhabenheit der Bescheidenheit, welche sich erhaben über das erhebend erhabene Gefühl von Größe stellt, so ihre Tücken hat. Und da ist er wieder, - dieser dämliche Bandwurm. Aber da unsereiner nun weder groß was Besonderes will, (außer der Weltherrschaft natürlich), - noch vor hat zu sein oder zu gestalten, - darf er sich auch ganz unbefangen, um die zwar auch versteckten, aber doch mehr trivialen und ganz profanen Formen empfundener Erhabenheiten Gedanken machen, - über die sich Erhabeneres, - sinnigerweise erhaben fühlt.

Was z.B. heutige Film- und Buchzauberer über andere erhebt, ist einmal, dass sie zaubern können, und zum anderen, eine klischeeisierte Erhabenheit übers profane Landvolk, mittels übersteigert profilierter Weisheit und natürlich dem besonders bei Esoterikern beliebtem Draht zu mächtig viel Geheimwissen. (Hier liegt übrigens der Punkt verborgen, der mich so manch Esoterikern mit Skepsis begegnen lässt). Für Kinder, ist das Ding aber noch klarer. Ein vernünftiger Zauberer, dem man das Ganze abnehmen kann, muss mindestens annähernd 2 Meter groß sein und nebst langer Kutte, aussehen wie Professor Dumbledore, Gandalf oder wenigstens Saruman. Mit Radagast dem Braunen, tun sie sich in Sachen Erhabenheit recht schwer, geht aber wenigstens noch als ziemlich verschrobener Hilfszauberer durch. Nach Merlin befragt, können die Kids nicht so vehement auf vergleichbaren Filmkonsum zurück greifen, aber der hat mindestens so groß wie Gandalf zu sein, und bei gleichem Outfit, mit Sicherheit einen noch längeren Bart. Eine gewisse Fixierung auf das Klischee vom schönen alten Greis, im Verbund mit Körpergröße und coolem Outfit sowie mehr oder weniger distinguiertem Benehmen, ist da kaum zu übersehen.

Weshalb mein eigener Zauberer oben, auch trotz Bart und Hut, gar kein Zauberer ist, sondern immer ein zwar frisch gewaschener-, aber trotzdem einfacher Waldschrat mit eventuell leicht mexikanisch bis bayrisch folkloristischem Charme bleiben wird, - bei dem der Stab zum erhabenen Zaubern, allenfalls als Gartenleuchte durchgeht. Will meinen, - ich hab mich genauso wenig ans aktuell angesagte Klischee in Sachen Zauberer gehalten, wie an ein durchschnittlich daran gekoppeltes zeitgemäßes Gefühl für verzauberte Erhabenheiten. Was möglicherweise auch daran liegt, dass die eigenen kindlichen Grundstimmungen für Zauberer, dunnemals nun überhaupt nicht heutigen Mustern entsprachen. Was allerdings auch, aufgrund von ausnahmsweise mal pädagogisch wertvoller Literatur, auch das ursprüngliche Bild von einem Schrat betrifft. Wobei ich zugeben muss, dass zumindest im Zaubervolk des Harry-Potter-Universums, die Grimmsche Vielfalt, zwischen gutem und erz-fiesem Zauberer mit auch unterschiedlichen Äußerlichkeiten, - nicht untergegangen ist. Weshalb jetzt unsereiner, auch überhaupt nicht erhaben mit dem erhobenen Zeigefinger ob vergessener Märchenwelten wedeln will. Davon abgesehen, seh ich auch das Herr-der-Ringe-Zeugs,- selber viel zu gerne. Immer vorausgesetzt natürlich, dass nicht irgendwelche Verrückten sich vom erhabenem Schlachtengetümmel mit erhabenen Charakteren dort anstecken lassen, und jetzt alles was nicht ihrem eigenem Gefühl für Erhabenem entspricht, - für Orks halten.

Doch genug des erhabenen Erhebens, über hervorgehobene Erhabenheiten. Mein freundlich gesinnter Waldschrat hatte jedenfalls genug vom Albdrücken, deshalb den Wald verlassen, sich ein paar Requisiten als Erkennungsmerkmal ausgeborgt, - und macht ganz bescheiden auf Fährmann, - der Zauberer und Zauberinnen inklusive evtl. auch nicht zauber-kundiger Liebschaften, über den immer roten See der Hoffnung zu einer Insel bringt, auf welcher sie endlich mal ein wenig unter sich zaubern können. Bei der erhabenen Prüderie, die da unter Zauberern herrscht, wären die doch sonst glatt schon ausgestorben. Diskretion, ist für ihn natürlich Ehrensache und bietet durchaus auch einen gewissen Selbstschutz vor der Erhabenheit mächtiger Mächte. Sollte da übrigens trotzdem noch der Eindruck von gar eines Schrates Erhabenheit vorhanden sein, dann liegt dies nicht am Wissen über der Zauberer Liebesleben, sondern neben recht erhabenem Nonsens, - einfach nur am erhabenen Bart.

Nachtrag: 19.10.14
Hüstel. Offenbar, muss man In Zeiten gut temperierter Schränke, wohl ab und zu darauf hinweisen, dass Farben mitunter auch einfach nur Farben sein können. Und wenn sie denn doch symbolisch für etwas stehen, dann muss dies nicht immer zwingend politischer Natur sein. Braun, z.B. kann mitunter auch einfach nur für Erdreich oder Bratkartoffeln stehen, anstatt für rechte Parteien. Ebenfalls könnte Grün, tatsächlich mal für Grünzeugs, statt für entsprechende Parteien verwendet werden. Und mit Rot, Gelb, Schwarz, Blau und Rosa bis Badezimmer-kariert, verhält sich das ziemlich ähnlich.


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