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31.01.2014 von eb , - Märchenhaftiges ohne Haftung.

Geburtstagsgrüße aus dem Märchenland.

Konsumfreies Betthupferl zur Entschleunigung und zum Feiern.

bild Anmerkung: Da Herbert selber beschäftigt war, und deshalb auch keine Bilder vom Ereignis übermitteln konnte, hat Kuno der Volltroll die Berichterstattung übernommen. Also nicht der Kuno im Bericht, sondern Kuno der UrUrUr(200x)-Großenkel von Kuno, dem UrUrUr(200x)-Großvater, der immer noch quicklebendig dem Hagebuttenwein frönt.

Herbert, der genetisch modifizierte Wüstenmolch von der Erde, - welchen es ins Märchenland verschlagen hatte, - wunderte sich heute aller-schwerstens über Kuno, - den uralten Troll. Der hatte sich nicht nur, - was Herbert noch nie gesehen hatte, - gewaschen und gekämmt. Sondern sich auch noch seine beste Lumpenhose- und das einzige lochfreie Hemd angezogen, welches er noch besaß. Irgendwie sah er jetzt aus, wie ein Waldschrat auf Urlaub an der Nordsee. Als er dann auch noch begann, seine Schuhe mit einer alten Drahtbürste zu reinigen, wurde es Herbert fast ein wenig bange zumute. Doch Kuno, der seinen sorgenvollen Blick bemerkte, - winkte nur ab. Und erklärte ihm, dass heute eine ganz besondere Seele-, liebe Freundin-, und zudem Trägerin des goldenen Drachenordens für besondere Verdienste ums Märchenland Geburtstag habe. Da sollte man schon versuchen, wenigstens anhand der Möglichkeiten, angemessen zu gratulieren. Was Herbert natürlich verstand, und gerne bei den nötigen weiteren Vorbereitungen dafür helfen ließ. Und bedeutete, dass sie sich zuallererst zu einem ganz besonders großen und alten Wurzelstrang des großen Baumes der Phantasie begaben. Der nach Kunos Gemurmel zufolge, besonders weit verzweigt quer durchs Märchenland führte. Und auch den sichersten Transport der guten Wünsche gewährleistete. Dort räumten sie erst mal ein wenig auf, entfernten altes Laub, und überredeten an einer nochmals besonders ausgesuchten Stelle am Holz des Wurzelstrangs, die Kuno sogar mit einigen Laubblättern markierte, ein paar Spinnen und Käfer dazu, sich für diesen Tag einen anderen Platz zu suchen.

Als Kuno mit Platz und Ordnung zufrieden schien, stellte er sich noch eine mitgebrachte Flasche Hagebuttenwein ins Gras, setzte sich daneben, und bat Herberts besten Freund den Hoffnungsbringer darum, so viel Seelenkraft, Lebensmut und Hoffnung, wie nur irgend möglich, über den markierten Teil des Wurzelstrangs zu senden. Nur zur Sicherheit, - für den Fall den Kuno nun wirklich nicht hoffte, dass dies bei der Empfängerin eventuell nötig sein könnte. Aber wenn doch, dann würde es vielleicht helfen. Danach merkten Herbert und sein Freund aber schnell, dass es nichts mehr gab, womit sie Kuno weiter helfen könnten. Denn der saß nur noch mit geschlossenen Augen vor seinem Wurzelstrang, malte mit den Händen merkwürdige Zeichen in den Himmel, und murmelte uralte Beschwörungsformeln vor sich hin. Die offenkundig dazu dienten, so gut wie jede fröhliche Fee, jeden guten Zauberer und auch wirklich jeden glückbringenden Waldgeist aus der Umgebung dazu zu bewegen, sich an etwas zu beteiligen, welches sich auch plötzlich wie ein gewaltiges Rauschen aus allen Richtungen auf sie zu bewegte. Ein Chor aus unzähligen Stimmen, geheimnisvollem Wispern und knisternden Schwingungen erfüllte die Luft, legte sich wie eine Wolke aus Frohmut um sie herum, verdichtete sich dann unter ungeheurer Spannung, - zu einem einzigen urgewaltigen; "Herzlichen Glückwunsch", - und entlud sich mit tosendem Knall in der markierten Stelle am Wurzelstrang. Welche den direkten Weg, über das gesamte Wurzelgeflecht hinweg bedeutete, aber nur einen einzigen möglichen Austrittspunkt, - eben bei der Empfängerin zu ließ.

Die folgende Stille, wurde erst dadurch unterbrochen, dass Kuno sich einen guten Schluck aus der Flasche gönnte, wiederum die Augen schloss, und damit begann, sich leicht wiegend zu singen. Es war nicht unbedingt der Umstand, dass Kuno eigentlich gar nicht singen konnte, der Herbert und seinen Freund veranlasste, sich dafür dann umso stiller zu entfernen. Sie wussten einfach, der alte Troll würde heute mit den Gedanken ganz woanders sein. So hörte man noch bis tief in die Nacht-, und weit ins Märchenland hinein, Kunos heisere Stimme, uralte magische Weisen singen. Die man auch nur noch im Märchenland kennt. Wobei die Stimme allerdings umso heiserer wurde, wie Herbert den stillen Verdacht hegte, dass der Hagebuttenwein daran nicht ganz unschuldig war.


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