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26.09.2013 von eb , - Artikel

Frust mit Lust am Nebel im Kreis.

Klick macht dick.
bild Heute mal wieder stetig steigend neblig Ernstes. Wobei der Nebel auf dem Bild diesmal recht sparsam vorhanden ist. Was auf keinen Fall bedeutet, dass unsereinem gar die Nebelbilder ausgegangen sind. Da reicht zur Zeit einigermaßen moderates Aufstehen am Morgen, und schon hängt man drin in der Suppe. Aber zur Hebung der Stimmung im sonstigen Dunst, dachte ich mir, dass ein wenig Indian-Summer im Schwäbischen vielleicht angebrachter wäre. Sinnigerweise, leben wir ja auch schon eine ganze Menge Legislaturperioden mit dem Zustand, dass der Wähler die Wahl der Gewählten unter den nicht Gewählten wählt. Irgendwie auch ein recht nebliger Zustand, in welchem merkwürdig viele Leute davon sprechen, dass sie eine Mehrheit von etwas haben, was dann mehrheitlich doch nicht ausreicht. In Bildern gedacht, klirren dann bei diesen Koalitionshampeleien ständig Gläser mit farbigen Inhalten im Hirn herum. Wobei das geringst leere davon bestrebt ist, die Restfüllungen der anderen in sich rein zu kippen. Aber trotzdem jede dieser Füllmengen dabei krampfhaft versucht so auszusehen, als hätte sie ihr vorheriges Glas niemals verlassen. Habt ihr mal grüne oder rote Farbe in Schwarz gekippt? Brrr. Also wirklich. Bei Grün in Rot oder andersherum, kann man sich wenigstens noch anhand additiver oder substraktiver Farbmischung zwischen gelb und braun entscheiden. Aber letztendlich, gibt das auch nur eine Farbsuppe, bei der der größte Anteil auch die Mischung dominiert.

Zugegeben, - politische Farbmischung funktioniert anders als Computermonitore oder ein Sortiment von Acrylfarben. Und so eine Regierung, ist ja auch nicht unbedingt eine Leinwand. Wobei innerparteiliche Überlegungen ums eigene Ich, innerhalb eines parteilichen Über-Ich's, und zusätzlich auch noch innerkoalitionärer Gewinn- und Verlustkalkulationen eines möglichen Ich's, sicher ebenfalls nicht geeignet sind, um bereits schon vorher aufgestellte Glaskugeln vom realen Trübsinn danach zu befreien. (Und wie wir gerade täglich sichten können, den Inhalt davon auch ganz schön im Trüben fischen lässt.) Trotzdem, scheint sich dann doch so langsam, wenigstens eine Verhältnismäßigkeit zwischen Trittbrettern der Macht, und der Möglichkeit evtl. kompletter Selbstaufgabe abzuzeichnen. Man ist ja optimistisch.

Zumindest, scheinen sich zur Zeit erst mal alle zu fürchten. Die einen davor, dass nichts geht, - und die anderen davor, dass etwas geht mit denen, - die Angst davor haben, dass nichts geht. Komplizierte Sache dies. Es als sozige Angst vor Merkel zu bezeichnen, mag sogar stimmen. Dann sollte aber auch klar sein, was der Satz über die Ängste eventueller demokratischer Strukturen in der CDU aussagt, - und offensichtlich ein Haufen Wähler eine Mami bzw. Führernatur gewählt haben. Aber ob nun Personenkult mit Partei-Monarchin oder generell die Drittpartner-Schleifmaschine "Union", - beim schwarzen Farbtopf, scheinen die potentiellen Koalitionäre doch mittlerweile weiter zu denken, als unsereiner erwartet hatte. Wobei man sich aber auch nicht wundern muss, wenn einer Katrin Göring-Eckhardt plötzlich linke Flügel wachsen, wenn der Rest der grünen Parteispitze die zum Flüchten benötigen, und sie dann als gerupftes Huhn ohne Rückhalt neben Mama Merkel und sogar noch Papa Seehofer steht, der das Alles sowieso nicht wollte. Immerhin hat sie damit eine recht übersichtlich eigene Wahl zwischen Mitwirkung in einer grünen Spitze im Neuaufbau, - und dem dritten Rad am Zweirad, zur Wegbeförderung auf den Gepäckträger mit späterer Demontage. Ob sich diese Partei aber nun mit der Union oder ihr bzw. anderen, soweit im ultimativ Bürgerlichen verliert, dass zum Schluss allenfalls noch der Satz übrig bleiben könnte; "Man tut ja auch was für die Umwelt", - würde ich eigentlich als genauso uninteressant ansehen, wie sozige Ängste ums Selbstfindungssyndrom, welches dann Papa Agenda2010-Steinmeier ohne jede Diskussion mit 91 Prozent als SPD-Fraktionschef wieder wählt. Steinmeier und Kauder. Was will man weniger? Aber da wenigstens bei den Grünen, - ja anscheinend auch die Aussicht auf einen Neuanfang besteht, kann ich in diese Richtung nur Glück wünschen. Es riecht zumindest mal nach Bewegung.

Nun kleben unsereins Blickwinkel sowieso nicht an rein politischen Analysen oder gar diesbezüglich separierter Rhetorik. Weshalb die eigenen Gedanken natürlich auch entsprechend gesehen werden sollten. Will meinen, - wer's seriöser haben möchte, der sei gerne auf Aebby, den großen Grauen, die fliegenden Bretter und auch die Nachdenklichen verwiesen. Wozu auch etwas gehört, was der respektable Exportable richtig gut auf den Punkt bringt, - und auf gar keinen Fall unter den Teppich gekehrt werden sollte. Beziehungsweise auch einen Teil des meinigen Blickwinkels aufs Geschehen beinhaltet. Nämlich den, nicht unbedingt zwingend dem Fettnapf auszuweichen, zwischen Politiker- und Wählerschelte nicht ständig mehr trennen zu wollen. Und mitunter leider auch gar nicht mehr zu können.

Diesbezüglich wäre mir eigentlich auch nach einem schönen Rachepamphlet zumute. Z.B. über ein paar Hundert Liberale, mit fehlender humaner und sozialer Grundsubstanz, ideologisch verballerter Nichtsubstanz im Hirn, aber medialem und politischem Einfluss das auch noch weitertragen zu können. Die sich demnächst allerdings aus dem Elfenbeinturm heraus, - in genau die mittels Ideologie umgesetzte Realität bewegen müssen, - die sie selber mit forciert haben. Das gibt sicher einige schöne Präzedenzfälle, für den feinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, - bzw. Demagogisierung von Leistungsbeziehern, - und es dann evtl. selber erdulden zu müssen. Doch geschenkt. Denn, - wäre es eine allzu eigensinnige Sichtweise, wenn ich behaupten würde, dass diese Leute dunnemals auch von einer ganzen Menge Leute gewählt wurden? Und ich würde es schon als krasse Heuchelei empfinden, wenn mir da jetzt jemand mit ausschließlich mittelständischen bzw. sonstwie unternehmerischen Interessen mit entsprechender politischer Vertretung käme. Zwischen unternehmerischen Interessen und puren Bösartigkeiten gegen andere Menschen, sehe ich schon noch einen Unterschied. Und ich habe auch einfach noch zu viele dieser glänzenden Augen in Erinnerung, die überhaupt nichts dabei fanden, mit auch noch politischem Segen, segensvolle politische Sprüche zum Fertigmachen ganzer Bevölkerungsteile in den Raum zu blasen, - und das Zeugs auch noch zu wählen.

Was ich damit sagen will ist, dass unsereiner auf keinen Fall zu den Leuten gehört, die vom Status-Quo eines lieben Volkes und seinen bösen Politikern begeistert ist, die sich gegenseitig über Nachfrage und Angebot ihre Doppelmoral erhalten. Nach jetzt gut fünfzehn Jahren PR, agendualem Schnickschnack, medialem Entertainement zur Unterhaltung und Selbstbeweihräucherung auch der medialen Ideologen selber, (wo ist eigentlich Marc Beise nach dem FDP-Massaker hin?), kann eigentlich jeder davon ausgehen, dass auch dem allerletzten Volldebilen klar ist, - dass entweder die Sache von Strategie, PR, Manipulation, unterlassenen Aussagen, Schönfärberei und Selbstbetrug lebt, - oder/und schlicht und einfach über Bauchgefühle, Krawatten bzw. Kleinkariertheiten fürs eigene Himmelreich ohne jede eigene Motivation tiefer zu schürfen. Die Mär vom betrogenen Volk, wird zur Mär von gestern, wenn das Volk weiß, dass es von einer Mär lebt, - sie aber trotzdem am Rennen hält. Und wer die Mär wählt, - muss eben auch einfach die Verantwortung dafür mit übernehmen. Dies heißt,- der/die Wähler auch. Ansonsten entspricht das dem Bild-Zeitungs-Leser, der fröhlich erzählt, dass darin ja doch nur gelogen wird, - aber im selben Atemzug das Zeug darin nach plappert. Bei späterem Ärger, dann aber natürlich zu den großen Bild-Zeitungs-Kritikern gehört, die das Blatt immer noch unterm Arm haben. Jetzt sind wir natürlich alles Demokraten. Und niemand wird bestreiten, dass so Leute auch wählen dürfen. Darunter gehören auch jene, die bei strammen Statements der AFD bezüglich eines Wahlrechtsentzuges von Unproduktiven, dann mit dem Kopf nicken. Und so Leute, erzählen mir dann was von gewünschten Eindeutigkeiten.

Wozu aber auch unbedingt eine Sparte ganz spezieller, - und das tut mir schwer weh, - "linker" Halbgeigen gehört. Von denen ein Teil durchaus Bild-Zeitungs-Leser kritisiert, - die aber ihre abgrundtief alberne Heimattümelei nationalistischer Gesinnungen im Graben einer D-Mark der AFD, auch noch als revolutionäres Gedankengut im Graben der Hyper-Neoliberalen versenken möchten. Ohne überhaupt zu merken, was sie da treiben. Man wechselt die Währung, und dann hat sich das? Geht das noch irrer? Wo ist da der Unterschied zu denen, die glauben das man nur eine Währung einführen muss, alle wie Geschäftsleute denken sollen, - und dann steht da Europa drauf? Was soll das werden? Die übernationalisierte Version einer Überbürgerlichkeit mit Sehnsucht nach Altbackenem und geliebtem Gartenzwerg im Hinterhof, - der einem dann auch noch den neoliberalen Rest eben im nationalen Rahmen gibt? Was soll's. Die Verfechter der eurolosen Keimzelle "Familie", unter den Rädern des entfesselten Baggers "Marktwirtschaft", werden dann eben auch noch die Kategorie "linke Neo-Konservativ-Liberale" ertragen müssen, - welche der LINKEN dadurch glücklicherweise jetzt erspart bleibt.

Zum Rest, will ich eigentlich nichts weiter sagen. Der Wunsch nach dem/der starken Kapitän/in, der/die selbst dann noch Ruhe und Ordnung an Bord hält, wenn's auf der Klippe endet, mag vielleicht verständlich sein. Aber wer schmeißt zum Schluss den Kapitän raus? Es mag ihm ja edel stehen, aber der steht eben auch dann noch oben auf der Brücke, während unten schon alles blubbert. Und zudem , - von Europa reden ja, - man ist ja weltoffen, - so lange man dabei zu den Gewinnern gehört. Ansonsten ist und bleibt man Nationalist. Von Globalisierung reden ja, - man ist ja weltoffen, - so lange man dabei zu den Gewinnern gehört. Ansonsten ist und bleibt man Nationalist. Alle, - reden ganz furchtbar weltoffen, - und sind doch nur Nationalisten. Entschuldigung, - aber diese Deutschtümelei unter falscher Flagge, - ist die nicht ein wenig arg widersprüchlich? Wer zudem Führernaturen braucht bzw. wählt, kann sich nicht ernsthaft über Putin oder andere One-man/woman-Shows beklagen, sondern sollte reflektieren was seine eigenen Wünsche und Sehnsüchte sind. Aber dafür übernimmt er als Wähler auch die Verantwortung, - verdammt nochmal. Und beim nächsten Mal, gibt's da auch keinen Sonderbonus mehr fürs eventuell getäuschte Volk, - wenn's einfach schief geht.

Welches sich ja ganz offenkundig auch ganz gerne mal bevormundet fühlt, - aber die Bevormundung anderer dann plötzlich nicht sehen will. Natürlich geht so manch süßlich arrogantes Gehabe aus dem Elfenbeinturm für Gesundheitsapostel im Besonderen denen auf den Nerv, die schon durchs pure (Über)leben, - weder Zeit, Sinn noch Geld dafür aufbringen können. Weltliche Entfremdung, hat aber nun doch ein paar mehr Gesichter. Denn ob nun Frau Merkel und Herr Schäuble wirtschaftspolitisch halb Europa bevormunden, oder ein paar überspannte Grüne einen nationalen Veggie-Day empfehlen, steht für mich in keiner brauchbaren Verhältnismäßigkeit zueinander, - die zulassen würde, da etwas ganz besonders separiert sehen zu wollen. Eindeutiger wäre da vielleicht eher die Aussage, dass es unterschiedliche Größen von Elfenbeintürmen, mit auch unterschiedlichem Gefahrenpotential für andere gibt.

So, - meine Laune ist jetzt besser. Musste einfach mal raus, - Leute. Aber könnten wir wenigstens das mit diesem ziemlich hässlichen nationalen Grundtenor, nicht tatsächlich mal irgendwann gebacken kriegen? Diese fadenscheinige Show die wir hier liefern, nimmt uns da draußen kein Mensch mehr ernsthaft ab.


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