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14.10.2012 von eb , - Allerlei Textliches

Die Logik des Profits.

Bei einem gemütlichen Beisammensein, ging es dereinst um das Thema Piraten, Urheberrechte, Datenklau und Contentmafia, - sowie der allseitig zerschredderbaren Kunstgeister, - von denen alle profitieren (wollen). Hierbei fiel der Satz eines Teenagers; "Wo soll das Problem sein? Ist doch logisch. Wenn die so dumm sind es so öffentlich zu machen, dass es jeder benutzen kann, - dann wird das eben benutzt." Punkt. Und eine Form von Widerspruch, war bei keiner anwesenden Altersklasse zu sichten.

.... "Ist doch logisch" .... Ist es das? (T)here (i)s (n)o (a)lternative?

Merkwürdigerweise, - musste ich dabei an einen ganz alten Film denken. "Die Frauen von Stepford". Nicht die blödsinnige Komödie von 2004 mit Nicole Kidman. Sondern das Original von 1975 mit Katharine Ross unter Regie von Brian Forbes. Welches sich weitaus näher am entsprechenden Roman von Ira Levin orientiert hatte. Und auch um ganze Welten besser, die normalisierenden Übergänge alltäglicher Bürgerlichkeit zeigte, - welche dann in Akzeptanz enden. Nachdem die letzte "echte" Frau im Ort, (Joanna Eberhart, gespielt von Katharine Ross), kurz vor ihrer Ersetzung durch ein willfähriges Roboter-Duplikat, von diesem ermordet wurde, fragte sie den dabeistehenden Konstrukteur des Ganzen noch; "Warum ?" Und er antwortete nur; "Weil wir es können."

Ich weiß noch, dass ich mir damals als Teenager überlegt hatte, dass es wohl eine Frage der Motivation sein müsse, warum und wie man etwas benutzt, - was man kann. Und dies, - wird dann normal.


Kommentare:


Frau Lehmann Uhrzeit 14.10.2012 22:46:33

"Weil wir es können."
Das ist nicht nur Ausdruck von Profitdenken und purem Egoismus. Das ist Ausdruck von Macht, um nicht zu sagen Allmachtsfantasien. Alles Tun und Denken fast nur noch am eigenen Nutzen zu messen und zu planen ist gesellschaftskonform. Wer will schon der Dumme sein oder der Verlierer. Wer sich ausnutzen lässt ist selber schuld - so der gesellschaftliche Tenor. Ich wage zu bezweifeln, ob das eine Frage der Motivation ist, wohl eher eine Frage des Belohnungssystems einer Gesellschaft und dessen, was als "vorbidlich" und damit erstrebenswert gilt und was legitim ist. Wer weiß, dass das Ausüben seiner Macht auf Kosten anderer (also praktisch Machtmissbrauch) als Indiz von Stärke und Leistung gilt und darum logischerweise niemand da ist, der den Mächtigen dafür zur Verantwortung zieht, wird mit diesem "Spiel" nicht aufhören. Warum auch? Das "funktioniert" im Kleinen genauso wie im Großen. Was ist das eigentlich - Gewissen? Heutzutage muss man das nichtmal mehr beruhigen, weil es durch den sogenannten "Zeitgeist" von ganz alleine außer Kraft gesetzt wird. Und Empathie? Auch die kann trefflich gespielt und benutzt werden.
Tucholsky hat das mal wunderbar in der Parabel "Die Katze spielt mit der Maus" verbildlicht.
Als ich "Die Frauen von Stepford" (das Original) gesehen habe, war das für mich eine echt gruselige Zukunftsvision. Diese Vorstellung von einer Gesellschaft ist mir lange nicht aus dem Kopf gegangen. Dabei sollte, was inzwischen als Normalität gilt, wirklich Angst machen.



eb Uhrzeit 15.10.2012 19:43:49

@Frau Lehmann
Ich weiß, dies ist ziemlich unfair. (Tschuldigung) Aber die Frage danach, was Gewissen ist, hat mich ein wenig beunruhigt.

1.) Lasst uns die Motivation aufbringen, eine Gesellschaft zu gestalten, deren mentale Basis, die humane Grundethik, in Form des höchst-möglichen Respekts vor dem Leben und seiner Würde, wie auch Vielfalt, - auch die grundlegende Basis ihres Handelns ist. Warum? ... Weil wir es können.

2.) Lasst uns die Motivation aufbringen, eine Gesellschaft zu gestalten, deren mentale Basis, die wirtschaftliche Stärke, mittels des Wettkampfes des Profit-Denkens und dem barbarisch urwüchsigem Egoismus jedes Einzelnen, - auch die Basis ihres Handelns ist. Warum? ... Weil wir es können.

Wozu motiviert dich "dein" Gewissen?




Frau Lehmann Uhrzeit 15.10.2012 21:52:26

@eb
Wieso unfair?
Ich denke, dass ich nicht klar genug gemacht habe, dass ich die Frage nach dem Gewissen zynisch gemeint habe. Ich habe sozusegen die Perspektive derer eingenommen, die sich für rein gar nichts mehr schämen, weil sie alles einem Kosten-Nutzen-Denken untergeordnet haben und damit alles Handeln legitimieren. Gewissen ist da nur störend. Und leider kenne ich eine Menge Menschen, die das schon ziemlich verinnerlicht haben.
Ich persönlich wünsche mir eine Gesellschaft, wie du sie unter 1. beschreibst, nicht, weil ich es kann, sondern weil ich der Überzeugung bin, dass es sich nur in solch einer Gemeinschaft leben, lachen und lieben lässt. Sagt mir nicht zuletzt mein Gewissen als Gradmesser meines Handelns ;-) Ich kann das hoffentlich noch lange aushalten als naives Dummerchen oder "Gutmensch" von einigen Zeitgenossen nicht ernst genommen zu werden.
Wer eine menschenwürdige Gesellschaft wünscht, wird nicht auf die Idee kommen, sein dahin gerichtetes Handeln und Denken mit dem Gedanken "Weil wir es können" zu begründen, denke ich.
Lasst uns eine Gesellschaft aufbauen, "deren mentale Basis, die humane Grundethik, in Form des höchst-möglichen Respekts vor dem Leben und seiner Würde, wie auch Vielfalt, - auch die grundlegende Basis ihres Handelns ist. Warum? ..." Weil wir uns darin wohlfühlen, weil es den Bedürfnissen der Mehrheit aller Menschen entspricht, weil es Sinn macht. Diese Antworten würden mir besser gefallen.
Die andere Antwort überlasse ich denen, die glauben, sie könnten sich alles erlauben, eben weil sie es (noch) können und darum auch dürfen. Das ist Ausdruck von Arroganz. Zu mir passt das nicht.


eb Uhrzeit 15.10.2012 22:16:13

@Frau Lehmann
Danke für die Antwort. Der Kampf gegen den eigenen Zynismus, ist mir alles andere als fremd ;-) Und mir gefallen deine Antworten auch besser, als ultimative Aufforderungen zum "können". Wobei das; "wir" im "weil wir es können", - letztendlich die Aussage tätigt und es an der Motivation aller aufhängt. Individuelle Arroganz wäre, - Weil "ich" es kann. Und darauf baut die momentane Schiene auf. ( Punkt 2 meiner Fragestellung) Die Gesamtheit der "ichs" ergeben auch die Gesamtheit aller Egos. Und die reflektiert sich im daraus ergebenden "wir". Es liegt also an jedem Einzelnen. Und darum, war mir dein individuelles Gewissen wichtig.


Frau Lehmann Uhrzeit 16.10.2012 0:11:35

Mir ist das sogar sehr wichtig ;-)
Ist aber trotz deiner richtigen Ausführungen so, dass der Einzelne, der seinem eigenen Gewissen folgt, gesellschaftlich allzu viel nicht bewirken kann. Da ist das WIR, glaube ich, im Moment nur schwer herzustellen, leider! Brecht würde vielleicht sagen: Schlechte Zeiten für Idealisten.

Wer aber (wie in dem Film) schon sein Handeln mit der Aussage "Weil WIR es können" begründet, spricht schon nicht mehr als Einzelner, sondern im Bewusstsein, zu einer Art Elite zu gehören (Das meinte ich mit Arroganz), die die Fähigkeit und die Möglichkeit hat zu tun, was ihr beliebt. So habe ich die Aussage in dem Film verstanden.

Das ändert aber an dem Einverständnis mit deinen Aussagen nichts.
Ich finde deine Texte hier immer sehr interessant und bereichernd, auch wenn ich an manches einfach anders herangehe.


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