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07.07.2012 von eb , - Allerlei Textliches

An der Küste, - nichts Neues.

Klick macht dick.
bild Nach mittlerweile zwei Wochen striktem Entzug von Nachrichten, hat man am Wochenende doch mal wieder einen Durchgang durchs mediale Geschehen getätigt. Was aber jetzt auch nicht unbedingt hilfreich oder erbauend war. Und außer dem üblichen Schliddern subjektiver Objektivitäten im Tunnel, irgendwie auch nicht mehr gezeigt hat, - als vorher. Zumindest, hat sich an den immer gleichen Leuten mit Hang zum ideologischen Pragmatismus für die praktischste Ideologie im Nebel nichts geändert.

Unveränderte Einheitsquellen
Wo der von jedem ethischen Bewusstsein befreite Marktgott und sein Prophet Werbung regieren, da wird alles zur Einnahmequelle. Im stieren Suchen nach auch der letzten Möglichkeit Kohle zu machen, - und dies mit religiöser Akzeptanz eines Marktes wie er nun mal gerade ist, und ohne Nachdenken darüber wo das enden könnte, - ist auch bei Human Resources, - alles verwertbar. Auch ihre Daten. Opportunities as they come. Sinnigerweise, denkt ja auch jedes einzelne dieser Web's im-, oder am, - Wäpp des ultimativen (w)üsten (W)erbe-(W)ahnsinns mit den drei double-Juhuus, - es wäre das Internet. Wobei die Frage erlaubt sein dürfte, ob die Bezeichnung Werbenet mittlerweile nicht irgendwie treffender wäre. Die paar unlauteren Angebote, die mittlerweile jeder täglich als email erhält, haben sich schließlich auch zur Normalität entwickelt. Dass Herr Gabriel sich ausgerechnet bei Facebook in der Form äußert, dass er es nicht so prickelnd findet, wenn seine Heimatstadt seine Adresse an Werbefirmen oder sonstige Datensammler verhökert, lässt aber doch wenigstens ein gewisses Amusement zurück. So etwas nennt man übrigens auch, - Pragmatismus. Angefangen beim Stadtsäckel, übers Werbenet, - zum Rest der Markt- und werbe-intensivierten Gesellschaft. Finden ja auch alle ganz toll. Eine Diskussion über Ethik von Prophet und Gott, - findet in der Kirche nicht statt. Nur die Resultate, die einem selber nicht gefallen, taugen immerhin noch zur Selbstprofilierung.

Bewegung im Einheitsdenken?
Dass da sogar ausgerechnet mit Herrn Beise, als Zeitungs-Ökonomen, Berufs-Positivisten und einer der lautesten selbsternannten Experten des bisherigen ideologischen Weges, es plötzlich jemand gut findet, dass Ökonomen sich streiten, - lässt Pragmatiker bezeichnenderweise ihren Pragmatismus ausgerechnet dann verlieren, wenn sie die Selbstreflektion immer nur von anderen fordern. Wobei der Schluss eigentlich ziemlich einfach ist. Das bisherige Expertentum, - war nicht besonders viel wert. Was den pragmatischen Experten nicht daran hindert, sich den Zeichen der Zeit pragmatisch anzupassen. Nach doch mittlerweile etlichen einseitigen- und sehr pragmatischen Jahren, zur Erkenntnis zu kommen, dass Ideologie etwas mit Einseitigkeit zu tun hat, - ist auch nicht gerade frei von Satire. Vom plötzlich Sinn des Wandels eines Herrn Sinn vom Unsinn zum Sinn, ganz zu schweigen. Auch, dass die Weisheit von Weisen, die plötzlich weise ihre bisherige Weisheit in Frage stellen, aber deshalb auch genauso weise plötzlich nicht mehr als regierungsamtliche Weisheit deklariert wird, - lässt ebenfalls nur die eine Expertise zu; Man wird immer erst schlauer, wenn (fast?) schon alles zu spät ist? Aber wie Herr Beise schon sagte; Jetzt muss alles auf den Tisch. Wirklich alles? Oooohh-ha. Das kann dauern.

Einheitspragmatismus
Warum unsereiner so auf diesem Pragmatismus herum reitet? Pragmatismus klingt immer so nach Bodenständigkeit. Nach Hemdsärmeligkeit, praktischer Veranlagung und beherztem Zupacken usw. usf. So was kommt immer gut an, - beim erdigen Volk. Und diese berüchtigt bodenständigen Mittelständler, - lieben das geradezu. Klar, - dass dies ein beliebtes PR-Wort ist. Wobei es ein wenig arg seltsam klingt, wenn Gläubige oder Ideologen von Pragmatismus reden. Das lässt nämlich keinen anderen Schluss zu, als, dass auch lediglich nur ein Pragmatismus zulässig ist, der sich innerhalb dieser jeweiligen Ideologie oder Religion bewegt. Was natürlich jeden Blick darüber hinaus verwehrt. Sinnigerweise ist es aber ausgerechnet ein bestechendes Merkmal des klassischen Pragmatismus, dass die profilierte Methode zur Vermehrung von Wissen, - die ausschließliche Akzeptanz von Wissen ist, welches anhand von Experimenten nachprüfbar ist, - oder war. Wie soll ich dies also jetzt sehen, ..... Experiment gescheitert? Ui. War ein ziemlich großer, und recht "pragmatischer" Feldversuch, - oder? Was machen wir jetzt mit den Laborratten? Verfüttern? Dass dies mit einem Teil bereits passiert ist, dringt jedenfalls immer noch nicht ins Bewusstsein; "der Märkte". Deren Pseudohumanität ebenfalls ganz pragmatisch, als fröhliche Werbebotschaft, weiterhin den Gläubigen die Einheitswahl ermöglicht, mittels ideologischem Pragmatismus, die Wahl des kleineren Übels, zur Etablierung und Vergrößerung des Gesamtübels zu haben.


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