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18.05.2012 von eb , - Artikel

Jedem sein Ranking.

Klick macht dick.
bild (Bezüglich von Verlinkungen, - siehe auch Update am Schluss.)

Einst war es der Traum eines Reinhard Mohns, das ultimative Management zu entwickeln und auch so gut wie alles, listenmäßig erfassen und nach seinem Nutzen bewerten zu können. Die Dame seines Herzens, verstand es recht geschickt, den Unternehmenspark ihres Mannes, zusätzlich zu seiner Philosophie weiter auszubauen, und auch stiftungsmäßig zu sozialisieren- bzw. zu medialisieren. Ein glückliches Händchen bei der Wahl der Aufsichtsratschefs, erbrachte zudem noch, ausgerechnet zu Zeiten, wo ein Genosse der Bosse und andere interessierte Führungspersönlichkeiten vom "Unternehmen Deutschland" und der Privatisierung auch noch des Hungertodes träumten, - recht interessante Kampagnen zuwege. Soviel Verantwortung, bedarf natürlich einer gesunden Übersicht und eines entsprechenden Bewertungssystemes. Über Standortrankings, Bildungsrankings, Hochschul-Rankings und neben Krankenhausrankings, noch diverse andere Listings der Topprofiteure einer sozialen Marktwirtschaft, hätten dem alten Mohn mit Sicherheit zur Freude gereicht.

Politische Einflussnahme sowie sonstige Aktivitäten, bleiben niemals ohne Folgen für die Gesellschaft. Und nach zehn Jahren, zusätzlichem, mitunter täglichem Betrümmern dieser Ansammlung von Medienkonsumenten mit Bertelsmann-Studien, - ganz bestimmt nicht. Oder will mir jetzt jemand erzählen, er kennt diesen Satz nicht; "Laut einer Studie der ...." ? Und dass mir jetzt keiner mit Verschwörungstheorie kommt, - und so. Es entspricht der ganz normalen Positionierung eines modernen Welt-Unternehmens, welches seine politische und gesellschaftliche Einflussnahme dafür erhält. Man sagt auch Marketing dazu. Lieben ja auch alle ganz schrecklich. Ganz besonders, wenn es darum geht, schicke neue Modewörter zu übernehmen, - und sich damit so richtig an der Front der Zukunft wohl zu fühlen oder zeitgemäß in Profit zu verwandeln. Zugegeben, - die Public-Relationabteilung, - ist hier etwas größer gesät wie normal. Und auch entsprechende Mädchenfreundschaften, werden intensiver gepflegt. Ich kann mich noch gut an Sendungen einer ganz speziellen Medieninstitution erinnern, in denen Mütter, - oh Verzeihung, - Familienmanagerinnen, - ihren Töchtern oder Söhnen vorwarfen, dass sie sich beim Bewerben um eine Lehrstelle, - nicht gut genug verkauften. Was zur Folge hatte, dass prompt am Tresen der Nation, vom erfolgreichen Verkauf des Nachwuchses geplappert wurde. Da muss man nicht erwarten, dass das in Sachen Wettbewerb, Rating, Ranking und sonstigen Arten der manipulierten Unmanipulierbarkeiten anders läuft. Denn selbstverständlich sind alle Herr ihrer Sinne, beim Bedienen auch des neuesten Klischees. Jeder liebt und profiliert seine Individualität über Vergleiche mit anderen, - ist nicht manipulierbar in seinem Kampf um Erfolge, - und absolut selbstständig beim endlosen Hetzen nach Anerkennung zum Tollsten, Schönsten und Besten. Und auch ansonsten, ist Ranking ja auch nichts ungewöhnliches. Hört man ja schließlich täglich. Das eine, muss auch jetzt nicht unbedingt etwas mit dem anderen zu tun haben, - auch wenn es zeitgleich auf den Plan getreten ist. Und die kleinen sozialwissenschaftlichen Harmlosigkeiten moderner Sprachschätze kennen wir ja auch alle. Fragt sich nur, wer gerade die Modernisierung-, und vor allen Dingen, zu welchem Zweck macht-, oder gemacht hat. In der Regel, interessiert das dann weniger. Diese Wettbewerbsgesellschaft benötigt ja auch dringend Rankings. Irgendwie, muss man ja die Gewinner von den Verlierern trennen. Sonst kann sich keiner besser als andere fühlen. Es ist unglaublich wichtig, dass auch wirklich alles, - und damit meine ich auch wirklich alles, - unbedingt sein Leben und seine Existenz über den Erfolg- und Wettbewerbs-treibenden Charakter eines Vergleiches mit anderen erfährt. Und selbstverständlich dient alles nur zur Verbesserung. Wie unbeeinflussbar wir alle natürlich sind, bringt immerhin ein Comicranking, - wenigstens auf den Punkt;

"Weil das ganze Leben eine Liste ist......."

Nun denn, wenn man es sogar schon akzeptiert. Da verlässt man das Klischee doch glatt mal über ein anderes Ranking. Ob das jetzt witzig sein soll oder einfach nur makaber, - bleibt der Akzeptanz einer Normalität vorbehalten, die man sich ernsthaft überlegen sollte. Dass bei solchen Formen tabellierten Lebens, auch in der Kunst, - kaum etwas neues oder wirklich kreatives mehr passiert, muss ja nicht wirklich interessieren. Denn standardisierte Bewertungen, können nur anhand bereits vorhandener und akzeptierter Klischees und Normierungen vorgenommen werden. Nimmt man das Klischee oder die Norm weg, gibt's auch keine Liste mehr, - woran man erkennen kann, dass man auf dem Weg nach oben ist. Will natürlich auch keiner. Alternativlos sozusagen. Also, gibt's nur noch Klischees. Und auch ansonsten, kann es nur noch schlimmer werden. Irgendwelche Katholiken meinten übrigens letztens bei einer ihrer Partys.

Wir sehnen uns nach einem Aufbruch zu einer menschlicheren, gerechteren und friedlicheren Welt.

Na, - da bin ich ja mal gespannt. Wird wohl ein Ranking bzw. Rating werden. Für Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Frieden. Jedenfalls vermisse ich da den nötigen Wettbewerb. Wenn es denn unbedingt sein muss. Das momentane Ding dieser Art, - lässt jedenfalls schwer zu wünschen übrig. Soziale Marktwirtschaft und so, - jaja. Neben einem Ranking für taugliches Zeitgefühl und besonders anpassungsfähige Mutation zum gesellschaftsfähigen Zehnkämpfer, - fehlt übrigens noch; Morgens-Aufstehrating, Beischlafranking, ( Oh, ... Tschuldigung, da hab ich was übersehen ) und Frühzubettgehen-Wettbewerb für den optimalen Erhalt von Kräften fürs Leistungsranking. Die Sozialisierung des Wettbewerbs, - wird wohl eine der herausragenden Aufgaben, einer menschlicheren, gerechteren und friedlicheren Welt werden. Allerdings, .... ich seh da schwarz.

Update 01.12.2014: Leider verschwinden nach und nach, speziell in Richtung der illustren Tätigkeiten der Bertelsmann-Stiftung, einst hoch propagierte Inhalte, zu denen ich verlinkt hatte. Z.B. vermisse ich schmerzlich den Bertelsmann-Demokratie-Atlas, dessen sich laut eigener Werbung auch Herr Obama bedient, - auf den ich im letzten Abschnitt verlinkt hatte, und jetzt neben anderen Verlinkungen zu einer Startseite weiterleiten, - die leider nicht mehr in diesen Kontext passt, ja sogar falsche Eindrücke hinterlassen könnte. Dass das Internet nichts vergisst, sehe ich gesetzt. Ich bereue sehr, dass ich da nicht einiges sicherheitshalber kopiert habe. Aber der Bertelsmann-Religions-Monitor, der Bertelsmann-Demographie- und andere diverse Monitore, lassen sich immer noch ergoogeln. Als erfreulich, sehe ich es aber an, dass auch bei anderen Ranking-Begeisterten, offenbar entweder eine Reflexion stattgefunden hat, oder man es eben gerne vergessen möchte. Böse Zungen, müssen ja jetzt nicht gleich ans "systemische" Vergessen denken,


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