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17.05.2012 von eb , - Allerlei Textliches

Einer, - bleibt immer zurück.

Klick macht dick.
bild Oha, - da wird ja richtig die Revolution geschmiedet. In Mannheim ist jetzt Katholikentag. Da darf ich mich als Heide, ja eigentlich gar nicht zu äußern. Aber ich mag Kirchentage. Da werden immer so ganz heimelige und wohltuende Sachen gesagt. Nach 97 vorherigen Katholikentagen, im Zweijahresrhythmus, - darf man da schon einen gewissen Standard erwarten. Und was soll ich machen? Die äußern sich ja auch über mich. Die sprechen nämlich immer vom; "wir", und vom; "unser".

Unser Lebensstil, ist nicht zukunftsfähig.

Sehe ich auch so, aber da bekomme ich jetzt Schwierigkeiten mit. Nach 98 neuen Aufbrüchen und ähnlichen Aussagen, weiß ich nicht mehr so recht, wen der gute Zollitsch damit meint. Ich kenne jedenfalls nicht gerade wenige Leute, die können sich nicht mal die Fahrt nach Mannheim leisten. Das liegt durchaus auch an Situationen und sogar Sanktionsmethoden, deren kluges händlerisches Geschick und forderndes Fördern, durchaus auch kirchlichen Segen fand. Oder sagen wir besser, drei agendual verplante Katholikentage langes Ignorieren nicht mittiger Lebensstile, deren Ausbeutung andere durchaus zukunftsfähig sehen. Aber die Grundaussage christlicher Aufbruchstimmung, wird dafür wieder mal mit eindeutig gewohnter Sehnsucht formuliert. Da wird einem ganz wohl und schummrig ums Herz.

"Wir sehnen uns nach einem Aufbruch zu einer menschlicheren, gerechteren und friedlicheren Welt."

Wirklich starker Tobak. Einer der letzten Katholiken, dem ich genau das Gleiche erzählte, bezeichnete mich als naiven Gutmenschen. Eine echte Christenseele, - fürwahr. Der bisherige Glaube an die Kraft der Veränderung zum Guten, scheint nach momentanem Status, tatsächlich im Gutmenschentum des Bösemenschen hängen geblieben zu sein. Da muss ich ihm recht geben. Nur die Seiten sind ein wenig vertauscht. Aber es gibt immer Hoffnung. Und spätestens, - wenn die katholischen Naturliebhaber Kretschmansch'em windigem Wahnfriedens zwischen Ökologie und Ökonomie ihre Erwartungen äußern, weiß auch jeder, wo es mit kleinen wohlüberlegten Schritten hin geht.

"....aber auch die Richtung wissen, die es langgehen soll", so Kretschmann.

Dass da mal bloß nichts sensationslastiges passiert. Wozu ich eine; "offene Debatte", in der katholischen Kirche, - eigentlich zählen würde. Naja, so richtig erwarten, - muss man das jetzt auch nicht wirklich. Ich meine, - der wievielte Papst ist dies jetzt schon? Den Katholikentag, gibt es ja auch immerhin schon seit 1848. Da werden wohl noch viele Vaterunser gebetet werden müssen, bis die christliche Händlerseele das Wirtschaftswachstum nicht immer nur rhetorisch in Frage stellt, um sich das Gewissen im eigenen Geldbeutel glatt zu bügeln. Aber gut, - es ist ja ein Fest des Glaubens. In vier Jahren, feiern wir bereits den 100sten Katholikentag. Ich erwarte auch da, - standhaftes Äußern der Sehnsüchte, gesundes Beten, - und friedliche Aufbruchstimmung beim Abwarten was passiert. Ob nun dieser, - oder ein nächster Papst, (so Gott will), wird dann sicher ein Dekret herausbringen, - welches den offenen Dialog in der katholischen Kirche definiert.


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