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21.02.2012 von eb , - Artikel

Von der allgemeinen ökonomisierten Verständnistiefe.

Klick macht dick.
bild Über vieles, kann man natürlich gewaltige Diskussionen führen. I.d.R. reicht allerdings ein einfacher Blick auf die rein "praktische" Realität. Denn meistens bewegen sich die Resultate schneller, als ein möglicher Diskurs darüber. Und in unserem ökonomischen Willen nach dem eindeutig reduzierten Nenner für alle, bleibt leider gerade durch den politischen Diskurs und seinem Willen zur rationellen Erkenntnissicht, - so viel auf der Strecke, welches das andere bedingt. In diesem Fall, bleiben nur noch Beispiele, die man als Analogon vermitteln könnte.

Als ich einst mit einem dieser akademisierten Brandzeichenträger mittelständischem, aber seines Zeichens rechts-mittig-linkem selbst ernannten Elitentums, eine Veranstaltung mit Georg Schramm besuchte, konnte der sich vor Lachen kaum halten. Und fragte mich dann mittendrin auch, - "Der ist gut, - nicht wahr?". Als ich ihn allerdings fieserweise nach dem Grund des letzten Lachers fragte, - just als Schramm ein herrliches Analogon zu einer Gesellschaftsschicht zog, welche auch den Lacher involvierte, - wusste er keine Antwort. In diesem Sinne, kann man sich mal vermehrt, Aufmerksamkeit für die mannigfaltigen Nebenaktionen von Herrn Schramm, während seiner Auftritte gönnen. Auch das Glöckchen, spielt dabei durchaus eine "dialektische" und sehr an der realen Praxis orientierte Rolle. Die meisten, - finden das einfach nur witzig. Ich, - finde es traurig. Aber mehr als Respekt vor Herrn Schramm, - für seine Bemühungen.

Es ist ein wenig wie mit der Überschrift und dem Inhalt darunter. Was will der Konsument sehen? Merkt er den Unterschied? Könnte ich einem Armin Müller-Stahl, tatsächlich die Niveaulosigkeit und Einfältigkeit dieser Überschrift zutrauen? "Ich bin für die Zerstörung von Schönheit"? Nein, - so schlimm ist es Gottseidank noch nicht. Die Überschrift alleine, entspricht ungefähr dem niveaulosen und absolut aufs Rudimentäre ökonomisierte Wohnzimmer-Revoluzzertum des Avantgardegefühls einer Journallie, welche vollkommen ahnungslos, im Kulturambiente mit dem Presslufthammer malt. Und auch dementsprechende Auswirkungen hat. Deshalb lohnt es sich immer, erst nachzusehen- bzw. nachzulesen, eh man den zeitgemäß schnellen Blick an den dicken Balken fest hängt. Aber es sind auch immer die Gleichen, welche z.B. auf einer Veranstaltung von Schramm nur des Lachens willen Lachen, bei einem albernen Bild nur des Witzes wegen witzeln, und in der Zeitung nur die Überschrift sehen. Das ist eine traurige Welt. Ohne jeden echten Willen nach Inhalt. Oder dem Bemühen danach, ihn überhaupt zu suchen. Ich nenne dies, - Ökonomisierung der Verständnistiefe. Und es ist auch genau diese Klientel, welche der schnellen Aussage-, des schnellen Lachers-, des schnellen Kalauers zuliebe, eine "Hol dir deine Meinung ab"-Gesellschaft bildet, - in dessen Seelen eine Medienlandschaft Bilder und Meinungen zeichnet, welche sie dementsprechend zur Not sogar selber gestalten kann. Dies ist die eine Seite.

Komme ich zum Ende? Weiß Gott nicht. Denn es gibt auch eine andere Seite. Die, welche sich über Kant, Adorno, Hegel und Marx, ja, - stellenweise sogar das ganze Literaten- und Philosophentum, inklusive seiner Geschichte abdeckend, - glatt schier einen abreißen. (Hier sollten sich jetzt weniger blogger, als die üblichen und auch lokalen Diskussionsrunden, im realen Leben zum Retten der Welt angesprochen fühlen.) Dies durchaus und im Großen und Ganzen sogar absolut, mit ehrlichen und anständigen Absichten. Menschen, welche auf oberstem Niveau und schwer Diskurs-affin anderen vorwerfen, was sie richtiger-weise falsch sehen, aber die Rücksicht darauf vergessen haben, dass sie von der ersten Seite überhaupt nicht mehr verstanden werden. Mehr als gute Leute, aber denen mitunter jeder Bodenkontakt fehlt, und sich ins intellektuelle Hinterzimmer separativer Intelligenz-Elfenbeintürmelei zurück gezogen haben, - aber tatsächlich glauben, damit Leute erreichen zu können. Es fällt mir unglaublich schwer, dies hier überhaupt geschrieben zu haben, aber mitunter werde ich das Gefühl nicht los, dass sich hier zwei Seiten gegenseitig isolieren, - indem jede die andere, aus unterschiedlichen Motivationen heraus, - einfach ignoriert. Diesbezüglich möchte ich nochmals auf die Gefährlichkeit eines Systemsdenkens hinweisen, welches in jedem Fall, immer ein Steuerungsprinzip für das beinhaltet, welches sich steuern lässt.

Dies sind aber erst die zwei maßgeblichen Seiten. Die, - welche betroffen sind. Dazwischen, bewegt sich das Gros einer Elite, von der alle abhängig sind und welche die erstgenannte der Seiten, vollkommen will-fährig, medien-demokratisch zum Eigennutz steuert, aber ansonsten durch eine mitunter unglaubliche geistige Mittelmäßigkeit auffällt, die man ebenfalls nur noch Ökonomisierung der Verständnistiefe nennen kann, die zudem noch im blanken Technokratismus geendet ist. Welche aber die politische, wirtschaftliche und soziologische Deutungshoheit inne-, sowie die Hand am Schalthebel des Expertentums hat. Was ich sagen will, ist hoffentlich ganz einfach. Es muss, - eine Möglichkeit geben, die Seiten zu verbinden, die davon betroffen sind, - ohne dass die eine, die andere überfährt. Oder besser, - was ist schlimm am Versuch, wirklich mal vielseitig zu denken und auch zu versuchen Brücken zu schlagen? Nur darin, wäre eine wirklich mittige Verhältnismäßigkeit möglich. Aber die ist vielschichtiger, als der eigene Wille dies sehen möchte. Zum wirklichen Verstehen, gehört auch das Verständnis des Nichtverstehens. Theorie, kann niemals ohne die momentane Praxis selber zur Praxis werden. Aber die Theorie ist maßgeblich daran beteiligt, ja - mitunter sogar entscheidend, in welche Richtung sich die Praxis entwickelt.

Nun kann man unser-einen, eher weniger auf die erste- noch auf die zweite Seite verorten. Und hoffentlich erst recht nicht auf die dritte. Wogegen ich mich wirklich schwer wehren würde. Als überzeugter Humanist denkt man aber nicht in Intelligenzquotienten oder Systemen, - sondern in Verständnistiefen, Vielfalt, Toleranzspektren und ansonsten eher empathischen Bezugspunkten. Auf jeden Fall in Lebenswelten, und reduziert Menschen nicht auf ihr rationales oder logisches Begriffsvermögen. Meine Lieblingskneipe ist z.B. eine kleines türkisches Lokal, dessen Inhaber von Kant genauso wenig Ahnung haben wie von Georg Schramm. Es gibt dort weder ein linkes noch rechtes, noch irgend sonst-wie eindeutig sortierbares politisches-, wissenschaftliches- oder an Kunst orientiertes Establishment, welches eine quantitative Grüppchenbildung als gesprächskonformes Rückzugsgebiet zulassen würde. Aber im Willen eines offenen Herzens, sitzt dort friedlich der Grieche neben dem Türken, dem Polen, dem Slowaken, dem Russen, - und dem Deutschen. Ihr wollt nicht wirklich wissen, - wie vielseitig, politische, gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Ansichten tatsächlich sein können. Aber dies ist eine Form der Praxis. Die andere wäre, - es gibt ein deutsches, ein türkisches, ein polnisches, ein slowakisches, ein russisches Lokal.

An diesem Punkt, möchte ich mit einem Gedanken auch die blogger ansprechen. Und damit meine ich, - "blogger". Ein blog ist immer auch eine Äußerungsmöglichkeit seiner selbst. Es ist keine Zeitung. Genau der Grund, warum ich mich gegen journalistische Umtriebe, welche blogger mit sich selber vergleichen, - so vehement wehre. Auch der politische Blog, ist nur einer unter vielen. Und auch die Separation; "politischer" blog, empfinde ich persönlich eigentlich merkwürdig. Kein Mensch, besteht nur aus Politik. Kein Mensch, malt den ganzen lieben langen Tag bunte Bilder, - schießt nur Fotos, - malt Aquarelle oder füttert Kanarienvögel. Hat ein Aquarianer- oder eine dieser Katzen- und Hundeliebhaber, welche bezüglich ihrer eigenen Leidenschaften sich einen blog gönnen, - keine politische Meinung? Haben politisch Engagierte, - keine Hobbys? Keinerlei Leidenschaften? Hier ist geradezu spürbar, wie sich Dinge konformiert haben, - und auch genauso konform bewertet werden. Tatsächlich, scheint es nur ganz wenige blogs zu geben, deren Inhaber sich nicht nur bezüglich ihrer größten Interessenlage äußern, sondern tatsächlich wenigstens annähernd so vielschichtig, - wie der Mensch dahinter. Es ist .... nur ein Gedanke.


5 Kommentare

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