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06.11.2016 von eb , - Aktuelle Bilder

Neue Impressionen vom Kirchenplaneten.

(C.) 50x50 Leinwand/Acryl                        (Klick mich bunter)
bild Da ja gerade das alljährliche Geschimpfe auf den kommenden Winter up-to-date ist, hat sich unsereiner während des Reifenwechsels natürlich auch Gedanken übers Wetter gemacht. Was, - zugegebener-weise, - nicht nur ein wenig aus dem Ruder gelaufen ist, sondern irgendwie auch den Planeten verlassen hat. So was passiert schon mal, aber im Gegensatz zur z.B. Politik, muss dies hier ja jetzt keiner ernst nehmen. Zudem wissen die hart-gesottenen Leser dieses blogs ja bereits, dass der Kirchenplanet für unsereins nicht nur unverändert ein Ort voller Geheimnisse und Abenteuer ist, sondern auch voller schräger Welterklärungen, die ausnahmsweise mal keinen Schaden anrichten.

Das Leben auf dem Kirchenplaneten, dessen wahrer Name leider als unaussprechlicher Zungenbrecher der native inhabitants hier immer noch nicht wiedergegeben werden kann, spielt sich ja, wie bereits erzählt, in dem gewaltigen Netz von Schluchten der zerrissenen Planetenoberfläche ab. Auch, dass besagte Schluchten das Prädikat gigantisch verdienen, - also gigantisch tief und ein Großteil davon auch gigantisch breit, - ist ebenfalls nichts neues, - bzw. wird in einigen Jahrhunderten im gefunktem Missionsbericht der ersten terranischen Siedler sogar auf der Erde nachzulesen sein. Was allerdings der vorerst letzte Missionsbericht war, denn ihr Raumschiff musste im Orbit- und das Landeboot, als einzige Funkbrücke dorthin, aufgrund eines immer noch ungeklärtem und jedwede elektrische Spannungsversorgung betreffendem Energiephänomens innerhalb der Schluchten, in der nicht mehr atembaren Oberflächenatmosphäre zurück gelassen werden. So zeigten auch erst weitere zaghafte Erkundungen, dass der Planet zumindest am Boden dieser Gigagräben, alles andere als knochentrocken ist und auch wesentlich mehr Flora und Fauna zu bieten hat, als man anfänglich überhaupt zu hoffen wagte.

Schon aufgrund des Umstandes, dass der größte Teil der terranischen Siedler und ehemals Botschafter der heiligen Kirche im All, immer noch mehr mit der Rekultivierung seines Glaubens beschäftigt ist, obliegt die Erkundung des neuen Terrains, hauptsächlich einem mittlerweile von allen anerkanntem Expeditionsteam, welches sich bereits schon vorher durch Unvoreingenommenheiten und deutlich höher ausgeprägter Neugier ausgezeichnet hatte. Im Kern zählen hierzu; Judith, die Pilotin und Spezialistin für Erstkontakte, - Helga, die neu ernannte Kartografin bzw. einzige mit einem vernünftigem Ortssinn, - Daniel, der überhaupt nicht mehr priesterliche Priester aber mit offenem Auge für alles Neue, - und Simon, der Pflanzenexperte. Was nicht nur die ersten Kontakte mit den Einheimischen erbracht-, sondern sogar zu einer diesbezüglich ständigen Kontaktperson geführt hatte, die wegen ihres für menschliche Zungen fast unaussprechlichem Namens einfach Karl genannt wird. Dieser Karl, zeigt nicht nur eine deutlich höhere Begabung für das Erlernen der menschlichen Sprache, wie es anders herum der Fall ist, sondern ist des Öfteren auch gerne dazu bereit, ihnen als Fremdenführer die Schönheiten der Landschaft zu zeigen.

Wobei er sich neben der einfachen menschlichen Kalkulation in Tagen, auch nach einem eigenartigem einheimischen Kalender richtet. Der bemisst die Zeit nach einem kompliziertem Rhythmus örtlich zwar unterschiedlich wahrnehmbarer-, aber erstaunlich kontinuierlich auftretenden unterschiedlichen Dichten der offenbar in ihrer Gesamtheit rotierenden rötlichen Dunst- und Staubschicht in der oberen planetaren Atmosphäre. Da der Himmel nie ganz frei davon ist, sind die Nächte generell zappenduster und der Blick auf die Sterne leider verwehrt. Die Tage jedoch, unterscheiden sich durch ein beeindruckend breites Spektrum zwischen düster kirschrotem Zwielicht, über hellere Arten davon, bis teilweise verschwommener- oder gar vollständiger Sicht auf die Sonne. Was auch angenehmere Temperaturen bedeutet und nicht selten mehrere Tage bis sogar Wochen anhalten kann. Wobei, wie bereits schon angedeutet, es sein kann, dass an einem Ort Zwielicht herrscht, während ein paar Schluchten weiter die Sonne scheint. Die Vorfahren der Einheimischen mussten ganz schön viel unterwegs gewesen sein, um über die Generationen hinweg, darüber einen ausgesprochen genauen wie weiträumigen Zeitplan für jeweilige Licht- und Temperaturbedingungen für auch unterschiedliche Orte entwickeln zu können.

Jedenfalls zeigt Karl einen ausgeprägten Hang dazu, ihre tage- bis wochenlangen Exkursionen so zu organisieren, dass sich mindestes die seiner Ansicht nach besten Sehenswürdigkeiten, auch im seines Empfindens nach bestem Licht präsentieren. Als Judith einmal anmerkte, dass er der geborene Tourismusexperte im Vatikan hätte sein können, führte dies allerdings nicht bei allen zu breitem Grinsen. Einer der besonders hart Konditionierten unter den gestrandeten Missionaren, sprach gar von ihrer Exkommunikation, schwieg aber, als Judith ihn fragte, ob er er lieber das Ding mit der Völkerverständigung auf diesem Planeten selbst übernehmen wolle. Einmal zweifelte aber auch sie fast an Karl. Nachdem er die kleine Gruppe über Tage hinweg, und dies beim düsterst möglichem Zwielicht, durch einige nicht weniger düstere Schluchten führte. Die zudem noch zu den schmaleren Gräben gehörten, bei welchen die Steilwände alles andere als lediglich nur Grate oder Mauern am Horizont waren, wenn man sich in ihrer Mitte bewegte. Ein ständiges Halbdunkel zwischen zwei erdrückend gewaltigen Steilwänden, die allenfalls den Ausschnitt eines Ausblicks auf den düster-roten Himmel zuließen wenn man auch den Kopf entsprechend hob, ist nicht gerade die beste Basis für depressionsfreie Fröhlichkeit menschlicher Seelen. Doch am Spruch, dass Essen mit leerem Magen am besten schmeckt, ist schon etwas dran. So war es fast schon wie eine Erlösung, als am fünften Tag des Ausflugs, sich das Licht mit jeder Stunde deutlich weiter verstärkte. Als am Nachmittag sich die gerade begangene Schlucht auch noch abrupt in den Eingang zu einer wirklich besonders weiten Entsprechung verwandelte, - raubte es ihnen fast den Atem.

Dass es Grundwasser, Bäche bis sogar kleinere Flüsse gab, wussten sie ja bereits. Doch dies hier, - war ein ganzer See mit wirklich enormen Ausmaßen. In Längsrichtung der neuen Schlucht, verlor sich der Blick geradezu am Horizont des Sees selber. Seine Ufer links und recht von ihm, verloren sich nicht weniger im Übergang mit den gerade noch in der Ferne sichtbaren Steilwänden. Und über allem, ging im wahrsten Sinne des Wortes die Sonne auf. Natürlich keine Sonne nach irdischen Maßstäben, aber nach den vergangenen Tagen, war dieser auch für den Kirchenplaneten selten klare Blick darauf, fast wie eine Verheißung. Wie ein Gruß, produzierte der mit gelieferte Temperaturanstieg auch noch ein zartes Lüftchen, in welches sich die mittlerweile an Windstille gewöhnte Haut fast schon hinein schmiegen wollte. Während Karl sein breitest mögliches Grinsen im Gesicht hatte, standen die Menschen vor Ergriffenheit erst einmal komplett erstarrt herum und trauten sich nicht mal einen Ton von sich zu geben.

(C.) (Klick mich muffiger)
bild Eine Ruhe, die lediglich dadurch gestört wurde, indem zugunsten zusätzlichem Erstaunens, auch noch Wesen mit Flossen und Fischschwanz aus dem Wasser auftauchten und mit kühnem Sprung durch die Luft, fröhlich wieder dorthin zurück platschten. Die Ähnlichkeit zu irdischen Fischen, war wirklich erstaunlich. In der näheren Umgebung ihres eigenen Standortes, ragten scharf gezackte Felsen und Steine aus dem seichten Uferwasser. Als sich auch noch ein Amphibien-ähnliches Wesen aus dem Wasser heraus-, träge auf eine der Steinkuppen quälte und mit einer Mischung aus Missmut und Langeweile zu ihnen herüber sah, gab es zumindest für Helga kein Halten mehr. Was sich in einem vielleicht nicht sinnvollem- aber schwer vergnügtem Quietschen äußerte, und der merkwürdige Frosch mit einem fluchtartigem Rückzug ins Wasser beantwortete. Als auch die anderen wieder ihre Fassung zurück gewannen, musste Karl erst einmal eine Menge Fragen beantworten.

Was der auch gerne tat. Bei der Frage wie es hinter dem See weitergehen würde, musste er allerdings passen. Der Weg den sie gegangen waren, war auch für ihn der einzige bekannte Zugang zum See. Jedenfalls zu Fuß, denn es gab noch einen breiten Zufluss, welcher aber nur mit einem Boot oder Floss benutzt werden konnte. Bezüglich eines entsprechenden Abflusses hinter dem Horizont, musste er auf alte vage Geschichten von Vorfahren ausweichen, die einst darüber weit in andere Gebiete vorgedrungen waren und sogar wieder einen Rückweg gefunden hatten. Wenn man den Geschichten trauen konnte, gab es sogar ein ganzes Flusssystem mit noch weiteren Seen. Sogar von Wasserfällen, die sich in tiefere Schluchten ergossen, war darin die Rede. Genug Stoff jedenfalls, um auch nach Einbruch der Nacht und seiner tiefen Schwärze, nicht wirklich direkt einschlafen zu können. Wobei sich alle auf den nächsten Tag und weiterer Erkundung des zugänglichen Sees freuten, - doch so mancher durchaus auch den Gedanken in Erwägung zog, ob man die alten Geschichten nicht mit neuem Leben füllen könnte.


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