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06.12.2013 von eb , - Zwischen Komplexität und Abstraktion.

Nonsens gegen Nonsens.

Das Hintergrundrauschen zwischen Komplexität und Abstraktion, - Teil 8.

Der echte Nerd, nutzt ja jetzt nicht zwingend sein Notebook als Fieberthermometer. Sondern zählt pro Meter, welches er sein Notebook nicht mehr ohne Schwindel tragen kann, ein Zehntel Grad Fieber hinzu. Sinnigerweise, wissen Ärzte nichts mit solcherlei Improvisationen anzufangen. Und setzen mehr auf altbewährte Messverfahren, unter Achselhöhlen, in Mündern bzw. anderen gut durchbluteten Möglichkeiten zur Positionierung, wie z.B. DVD- oder SD-Card-Schächte. Interessanterweise, gehören ja auch die digitalisiert Konditionierten zu den Nachkommen der Trockennasenaffen. Ob die Nase nun läuft oder nicht, - spielt da auch keine Rolle. Und fängt die Bude an, einem vor Langeweile auf den Kopf zu fallen, weil man Quarantäne-bedingt Hausarrest bekommt, dann neigt auch das binäre Denken, zwar mehr zu gequanteltem, aber trotzdem Nonsens. Anstatt also fröhlich mit Fahrrad und Notebook, Erfahrungen zum Posten aus Schneeverwehungen zu sammeln, hängt man fest, und die Welt fixiert sich tatsächlich auf dieses doofe Instrument. Welches einem sogar noch mit Blei im Kopf, und sogar liegend auf der Bettdecke, eine Betätigung ermöglicht. Und wenn es nur die ist, hahnebüchenen Unsinn zu tippen. Was jetzt einfache Gemüter, natürlich zur Vermutung führen könnte, dass die digitale Revolution, nicht unbedingt wirklich hilfreich war. Wiedersprechen, - kann und will ich dem sicher nicht. Aber ich sehe auch keinen Grund, warum echter Nonsens jetzt schlechter sein soll, als Nonsens der sich als Vernunft verkauft. Und für mich, hört sich diese Einleitung überhaupt nicht wirrer an, als so manches Zeugs, was mir da beim gelangweilt irrtümlichen Anschalten eines Fernsehers entgegen strömt. Weshalb man das Folgende jetzt aber auch nicht als bösartig ansehen muss. Sondern eher als die irritierten Gedanken, eines Exemplares der ansonsten systemisch bedingt aussterbenden Gattung der Philanthrophen. Welcher auch nur versucht, sein Boot durch den Nebel zu steuern. Aber da ich das Hintergrundrauschen zwischen Komplexität und Abstraktion, aller-schwerstens vernachlässigt habe, lass ich's heute einfach mal wieder so richtig rauschen. Und da ja alle gerne große leere Worte lieben, rauscht's heute sogar ganzheitlich. Muss ja keiner ernst nehmen. Das hier ist ein blog, - keine Zeitung.

Schmeißen wir ein paar große Worte in den Raum.

Denn die Geschichte mit der Rationalität, entspricht anscheinend sowieso irgendwie einer Art abstrahiertem Oberflächensyndrom. Bei dem jeder gerne mit modernen oder oft gehörten Modeworten und Begriffen um sich wirft, zu deren Eigenarten der Wille zur Abstraktion eines i.d.R. nicht vorhandenen Inhaltes zählt. Ein schönes Beispiel aus dem alltäglichen Leben wäre hier z.B.; "ganzheitlich". Oft im Kontext mit "nachhaltig" zu hören. Ob nun bei Selbstprofilierungen von Politikern, Parteiprogrammen, Projektbeschreibungen, Werbung, Arbeitsplatz-angeboten, Management, - eigentlich überall wo irgendjemand etwas tut oder tun will bzw. soll,- trifft man unweigerlich auf dieses erwartete bzw. gar verlangte "ganzheitliche Denken". Auch wenn das jetzt eine Begrifflichkeit ist, die leicht schwammig in den 90igern mehr aus der Esoterik in den alltäglichen Sprachgebrauch gerutscht ist, - finde ich dies jetzt gar nicht so schlecht. Nur, - Theorie und Praxis, - sind mitunter zwei verschiedene paar Dinge. Und die Logik dabei auch. Ganzheitlich heißt nun mal ganzheitlich. Das heißt; "ganz". Solange man nicht angibt, von was das Ganze das Ganze sein soll, kann man dies weder separieren, noch ihm nach oben hin eine Grenze setzen. Da muss man schon damit leben können, dass das von einer Bäckersfrau erwartete ganzheitliche Denken, sich nicht aufs begrenzte Ganze ihrer täglichen Tätigkeit beschränkt, sondern darüber hinaus, sich auch Gedanken über innere und äußere Einflüsse aufs Backgewerbe, vielleicht sogar damit zusammenhängender Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Interessen, und sogar noch viel weiter darüber hinaus betätigt. Dies ist dann aber auch wieder nicht recht. Ganz im Gegenteil sogar. Die Praxis sieht eher so aus, dass man zwar "ganzheitliches Denken" an tönt, aber real dann "pragmatisches Denken" verlangt. Und selbst wenn man das Ganze spezifiziert, scheint es immer noch nicht zu funktionieren. Was besonders spannend deutlich wird, wenn ausgerechnet der BDI dazu aufruft, die Energiewende "ganzheitlich" zu denken, gleichzeitig zu recht konventionell "unkonventionellem Denken" neigt, und ansonsten dann doch nur beim "pragmatischen Denken" endet. Mitunter, bleibt man dann schon mal bei diesem blöden Satz hängen; Worte, - sind Schall und Rauch. Unsereiner erwartet ja jetzt nicht zwingend ein knallhartes Entweder-Oder, aber man muss es jetzt auch nicht unbedingt darauf anlegen, je nach Bedarf und Selbstnutzen, noch wirreres Zeugs als unsereiner hier zu produzieren. Das würde mich nun wirklich belasten.

Fragt nach, was ich zu denken habe.

Wenn man ungefähr im moderaten Verhältnis von 1:50, sagen wir mal, von den 45000 in Deutschland fest angestellten Journalisten, 1000 zufällig davon Herausgesuchte anruft und sie fragt, ob sie Müsli zum Frühstück haben. Und 200 davon sagen; "ja", dann stehen die mit 20 Prozent stellvertretend für 9000 Personen, die möglicherweise ebenfalls Müsli zum Frühstück verzehren. Murphy ist zwar immer und überall, und die Gefahr ist durchaus vorhanden, dass man zufällig 1000 Ja-Sager erwischt, während ein zweiter Durchlauf evtl. ganz andere Zahlen ergeben würde, - und ich selber habe es sogar mal geschafft, beim Dartspiel den Red-Bull genau dann zu treffen, wo ich es auch wollte. (Die Wahrscheinlichkeit dafür, ist eigentlich Null). Aber Wahrscheinlichkeitstheorie und Stochastik haben auch ihren Nutzen. Der einen doch glaubhaft davon befreit, tatsächlich 45000 Mal zum Telefonhörer greifen zu müssen. Korrekter, wären natürlich noch ein bis zwei Folgebefragungen gleichem Umfangs, mit ganz anderen zufällig herausgesuchten Journalisten. Aber alles in allem, entspräche dies auch trotz Bauchgrimmen, einer ungefähren und auch glaubhaften Verhältnismäßigkeit mit Stichprobencharakter, ohne auch jeden Hintergedanken als einfach nur den, wissen zu wollen, wie das ungefähre Frühstück von Journalisten so aussieht. Mehr als eine mögliche Anzahl von Müsliessern, hat man dabei aber nicht. Und die Korrektheit des Ganzen wird auch direkt verlassen, wenn man bei Müsliessern auch automatisch Verdauungsschwierigkeiten interpretieren würde. Das Eine, sagt nichts über das Andere aus. Ob man die Pietätlosigkeit besitzt, Journalisten direkt nach ihren Verdauungsschwierigkeiten zu fragen, ist natürlich auch so eine Sache. Wobei besagte Schwierigkeiten auch schon wieder ganz andere Gründe haben könnten, als ausgerechnet Müsli. Zusammenhang, Komplexität und Korrektheit der Fragestellung, ist jedenfalls eines der wichtigsten Grundlagen bei Umfragen. Und jede "seriöse" Umfrage, müsste dies eigentlich zwecks Nachprüfung mit dem Resultat veröffentlichen.

Was aber anscheinend mittlerweile überhaupt keinen mehr interessiert. Ebenso, müsste bei einer von Umfragen gequälten Oberfläche, welche immerhin doch repräsentativ für 43 Millionen Wähler bzw. auch 12,8 Millionen SPD-Wähler stehen soll, eigentlich jeder wenigstens ein wenig ganzheitlich denkender Mensch, der zudem noch halbwegs mit Zahlen hantieren kann, bei 1000 "zufällig" ausgesuchten Befragten, alleine schon bei den 1,4 bis 3,9 Prozent Fehleranfälligkeit in dieser Verhältnismäßigkeit, einfach nur noch mit dem Kopf schütteln. Ganz davon zu schweigen, wie man bei "zufällig" Ausgesuchten, in einem Verhältnis von 1:43000, also einem Promille zur Gesamtmasse, repräsentative Anteile für SPD- bzw. andere Wähler ermitteln will. Wenn ich bei dieser Verhältnismäßigkeit "zufällig" aussuche, dann können da bei 43 Mill. ohne jedes Problem, rein "zufällig", 1000 CDU-Wähler drin sein. Dass mit der Zufälligkeit, haut also schon alleine nicht hin. Es sei denn, man weiß, dass man Wähler anruft, die jenes oder dieses gewählt haben. Da ergibt sich die Frage, - woher die dies wissen? Oder aber, es gibt einen zugreifbaren Pool freiwillig Bekennender, bzw. bereits vorher schon Befragter, bei denen die Umfeld-Informationen schon vorhanden sind. Dann ist dies aber einmal nur noch bedingt zufällig, und in Hinsicht der vorhandenen Möglichkeiten zur Ergebnis-orientierten Auswahl, - einfach nicht korrekt.

Trotzdem wird dies getan. In diesem Falle, spricht man nämlich von "repräsentativ ausgesuchten Wählern". Das was die repräsentieren sollen, kann natürlich viele Gesichter haben. Letztendlich bedeutet dies aber unbedingt zweierlei, - höchst Bedenkliches. Einmal, sind wir auf Gedeih und Verderb, von diesem etablierten Vertrauen abhängig, dass Umfrage-Institute und ihre Auftraggeber, tatsächlich neutral sind. Was zumindest im Sinne der Auftraggeber, doch genauso ein recht nervöses Zucken am Hinterkopf auslösen sollte, wie die Tatsache, dass man bei solchen Umfragen immer nur die Resultate erfährt, aber die Unterlagen dafür in der Schublade verschwinden. Aber selbst wenn dies alles korrekt wäre, dann berücksichtigen solche Umfragen keine Veränderungen außerhalb des Pools, und manifestieren damit einen Mainstream. Es wird also auch ganz ohne eventuelle finstere Absichten, - einmal etwas fest gebacken, - und dadurch sogar anderes glatt übersehen. Das ist ähnlich wie Demografie im großen europäischen Maßstab, bei welchem man Zäune um Europa baut, damit der Status-Quo bestehen bleibt. Zusätzlich wäre noch dafür, was man so unter; "sozial genehmem Antworten" oder "ausgesuchte Bundesbürger" verstehen könnte, - vielleicht dieser Link hilfreich. Nimmt man den größtmöglichen Good-Will an, dann kommen wir trotzdem nicht an der Tatsache vorbei, dass wir uns mit Umfragen nur selber betrügen, - und vor allen Dingen, übelst aber immerhin "pragmatisch" konditionieren. Das ist der witzige Punkt, wo sich die Auswirkungen der Empirie, empirisch nicht belegen lassen, aber jeder gesunde Menschenverstand eigentlich nichts anderes zulassen sollte, als das eine Mediendemokratie schon bedenklich genug ist, - eine mediale Umfragedemokratie mit repräsentativem Meinungspool, aber nie mehr tatsächlich Neues einfließen lässt. Wie will man das also empirisch je beweisen können? Zugegeben, ich halte genau aus diesen Gründen, nicht allzu viel von Empirie. Sie wird ein wenig überbewertet, - oder?

Alles wird gut.

Dabei geht die viel gerühmte Rationalität im Verbund mit evtl. ganzheitlicherem Denken, noch um ganze Welten einfacher. Wenn z.B. ein Volker Kauder bei Koalitionsverhandlungen sagt, dass man die Sozen ja versteht, und deshalb den Mindestlohn; "irgendwo", schon auftauchen lässt, dann sagt eigentlich schon die Dame hinterm Tresen der Bäckerei meiner Wahl; "Ok, - vergesst es." Die, - kann ich ernst nehmen. Da scheint irgendwie noch was zu funktionieren, was zum Normalsten der Welt gehört. Anders in der Journaille oder beim betagten Volk der sozigen Strategen. Da ist dann selbst dann noch die Rede von einem "ganzheitlichen" Verhandlungserfolg, wenn der Mindestlohn (mit zudem 8EuroFuffzig, dem Stundenlohn eines Fabrikarbeiters vor dreißig Jahren), bereits schon letztendlich praktisch 2017 zur nächsten Bundestagswahl geendet ist. Und alle nicken pragmatisch mit'm Kopf. Spätestens dann, wenn obige Umfragen die Runde machen. Auch hier wieder, ein schier unglaublicher Selbstbetrug. Und das Ende des Mindestlohns, ist nur ein Einzelner, aus einer ganzen Palette davon. Aber mir bleibt wenigstens diesbezüglich, immerhin noch ein Hort der Vernunft, wo ich meine Brötchen holen kann. Auch nicht schlecht. Man muss nicht immer alles negativ sehen.

Der große Blick von außen.

Insbesondere dem schönen Wort; "System", hängt ja auch immer dieser guruhafte Hauch einer ganzheitlichen pragmatischen Betrachtungsmöglichkeit seiner Innereien an. Hier tut sich dann gerne auch mal im Besonderen, unverändert der akademisiert Halbgebildete hervor, welcher dann vom Blickwinkel des sogenannten kleinen Mannes spricht, der die großen Zusammenhänge nicht verstehen soll. Selber aber doch zur Faulheit neigt, sein eitles Pferd mal unter die Oberfläche des selbst Gewollten zu bewegen. Und dann plötzlich vor der einfachsten aller Logik das große Stammeln zu bekommen, bzw. plötzlich von Sachlichkeiten zu schwafeln, die er selber auch nicht mehr bereit ist nachzuvollziehen. Dabei gibt es z.B. nichts Wirreres, als Systemtheoretiker, die nicht bereit sind, sich der simplen Logik von Systemtheorie zu stellen. Systemtheorie und humane Ethik, gehen nicht zusammen. Dies kann man drehen und wenden wie man will. Jede, auch noch so simple Logik, spricht dagegen. Systemtheorie, auch soziologische, ist niemals auf Menschen anwendbar, - sie kennt einfach kein Subjekt, - sondern nur Objekte. Von den echten inhumanen Auswirkungen mal ganz abgesehen, - macht man es trotzdem, (und man macht es ja schier begeistert eben auch), dann sind niemals die subjektiven und hoch dynamischen Einflüsse aufs herrlich systemisch und rein objektive Modell erkennbar. Profitgeile Banker, sieht man da erst, wenn die schon alles abgeräumt haben. Auch wieder, so ein unglaublicher Selbstbetrug. Und wenn es denn nun mal nicht ohne geht, dann sollte wenigstens eine Priorität vorhanden sein, welcher einer humanen Logik zum Nutzen der Menschen folgt. Will meinen, - Humane Ethik, gehört nicht als Platzhalter fürs menschliche Restgewissen ins System, sondern ein System, in die humane Ethik integriert. Ohne diese Ethik, - sind wir Menschen in einem System, - Sachen, Objekte, Elemente, - steuerbare Funktionalitäten irgendwelcher Irrer, die die Steuerknüppel in der Hand haben, - und es in ihrem Sinne abstrahieren und modellieren werden. Die ständig dabei produzierte Objektivität, wird dabei immer als Erstes sterben, und sich durch die subjektive Einschätzung dessen ersetzen, der am Steuerknüppel sitzt und dies als Objektivität verkauft.

Was mich veranlassen, - muss, - den Unterschied zwischen System und Lebenswelt wieder auf den Punkt zu bringen, - und die Geschichte vielleicht wirklich mal ganzheitlicher zu betrachten. Rationalismus funktioniert nicht als Alleinstellungsmerkmal. Jedes einzelne Beispiel hier, dass alltägliche Leben, die Diskussionen auch noch der größten Rationalisten, zeigen dies einfach nur ununterbrochen und für jeden klar ersichtlich. Und Systemdenken, kann dies auch nicht auflösen. Jede Sicht auf die angesprochenen Teile eines Systems, ob sie nun Elemente einer Makroebene darin sind, - oder die Halter der Steuerungsknüppel, ist letzten Endes immer das subjektive Verwalten von Objektivität. Und je abstrakter dies geschieht, desto ferner befinden sich die Verwalter auch vom Inhalt der Abstraktion, - also von dem, was sie verwalten. Letztendlich, halbiert auch ein abstruser Wunsch nach der ultimativen Vernunft nur Menschen, allein auf ihre mögliche Ratio, die sie trotzdem subjektiv verwenden. Und wer immer dies tut, wünscht sich insgeheim auch nur den homogenisierten Automaten, der aufgrund von Kausalitäten das Richtige dann doch nur nach Programm dessen tut, der es vorgibt. Dieser Kreis, wird immer das Gleiche ergeben.

Aber Menschen sind keine Maschinen. Das kann man genauso drehen und wenden, wie der Unsinn mit einer möglichen soziologischen Systemtheorie, die sich die Logik für sich selber, aus genau diesen Gründen gerade biegt. Ab diesem Punkt, sträubt sich schier jeder zwischen einer Logik im systemischen Sinne und einer humanen Logik noch unterscheiden zu wollen. Eine, die sich am Menschen orientiert. Es gibt nichts ohne eine Basis, auf der sich weiteres aufbauen ließe. Was beim herkömmlichen Systemdenken die Ökonomie ist, sind bei der humanen Logik die Menschen selber. In all ihrer Vielfalt, mit all ihren Schwächen, Stärken, Vermögen, Unvermögen, Gut- und Bösartigkeiten. In einer humanen Ethik, sieht man die Dinge nicht mechanistisch, sondern menschlich. Und dann organisiert man die Dinge auch danach. Eine Organisation, eine Verwaltung, ein System, sind immer nur so gut oder schlecht, wie die Basis auf der sie aufbauen. Systemdenken, kann nicht auf humaner Ethik aufbauen, weil ihm rein logisch der Subjektivbegriff fehlt. Der Sinn von Systemtheorie, war und ist die kalte objektive Sicht von außen. Wer, wie z.B. die Soziologen der letzten 15 Jahre versucht diese Logik auf zu weichen, widerspricht dabei nicht nur der Logik der gut an die zwanzig anderen naturwissenschaftlichen Systemtheorien, sondern zerstört auch ihren Sinn der höchst möglich objektiven Beweisführung. Was alles überhaupt nicht bedeutet, dass unsereiner soziologische Systemtheorie generell ablehnt. Der Knackpunkt ist, - es ist eine theoretische Betrachtungsmethode. Doch bei uns, wird sie, "praktisch" angewandt. Aufgrund ihrer Forschungen und Vorgaben, erfolgen politische Reaktionen und Maßnahmen, denen es genauso an humaner Ethik fehlt, wie sie Systemtheorie eben rein logisch nicht aufbringen kann. Und dann passiert das Schlimmste was möglich ist. Sie zerfetzt geradezu, praktisch und nachhaltig, jede mögliche humane Ethik darin. Dies war eines der grundlegenden Kernpunkte des alten Streites zwischen Habermas und Luhmann. Ersterer sprach von Lebenswelten, die bis dortens auch politisch wie gesellschaftlich noch den Schwerpunkt bildeten. Letzterer von der totalen Systemsicht, - die wir heute leben.

Wie bereits angedeutet, - als Betrachtungsmöglichkeit ist Systemdenken nichts Schlechtes, und man wird auch in Bezug auf Menschen, nie ganz ohne auskommen. Der Unterschied liegt lediglich in der Verhältnismäßigkeit der Handhabung des Vergleiches, ob Menschen Objekte eines Systems sein wollen, oder eine Systemsicht das Handwerkszeug von Menschen ist. Dies unterscheidet dann, zwischen System, oder Lebenswelt. Schwer interessant ist übrigens dabei, dass so mancher Techniker, Maschinenbauer, Informatiker oder Ingenieur, deutlich mehr Trennungsvermögen zwischen Mensch und System beweist, als so mancher Sozialpädagoge, Pädagoge, - und ja, Künstler, - und sogar Esoteriker. Bei den Pädagogen jeglicher Couleur kann man dies nachvollziehen, denn die Hierarchiekette beim Weitergeben der Vorgaben ist hier mehr als klar, - aber bezüglich Letzteren, bin ich schwerstens irritiert. Wobei es noch etwas ganz anderes gibt. Das "praktische" Leben im System, mit zusätzlicher systemischer Betrachtung des Ganzen, mit wiederum daraus folgenden systemischen Resultaten, - erfüllt alle Voraussetzungen der systemischen Betrachtung einer Schattenwelt. Bei welcher es aber trotzdem natürlich jederzeit möglich ist, ein Gleichnis zwischen unterschiedlichen Richtungen, auch mal wieder ganz neu zu betrachten. Immer vorausgesetzt, - man will dies.

Epilog mit Stotterfrequenz im Rauschen

Eigentlich wollte ich in diesem Zusammenhang noch was zum allseits hoch gejubeltem libertären Gedankengut schreiben, (also unserer Art zu leben und so), welches sich aber offenkundig immer weiter genauso auf die freie Auswahl innerhalb von Kategorien gleicher Produkte unterschiedlicher Hersteller reduziert, wie auf die freie Meinungsäußerung innerhalb von Kategorien gleicher Meinungen unterschiedlicher Hersteller. Ich wollte auf die von mir gewünschte Brücke zwischen Politik und Kunst zu sprechen kommen. Auf Beuys mühevollem Weg, einem tatsächlichen Biedermeiertum zu begegnen, an dessen Grenzen sich heute nur noch ein Meese, wie die hilflose Karikatur eines Spiegels dieser Grenzen veralbert. Aber ich glaube, da findet so ein fliegendes Brett, jetzt wahrhaft frischere, klarere und auch allseits verständlichere Worte für.

Was ich eigentlich schreiben wollte? Ach nichts. Ich fühl mich grad nicht so gut. Ziemlich vergrippt, und so. Ich wollte Nonsens schreiben. Also seht es auch so. Oder von mir aus auch nicht. Da gibt es sicher einen Fernseher neben dran, den ihr einschalten könnt. Ich werde das auch tun. Hab mir das Ding von meinem Sohn aus geliehen. Ausnahmsweise mal. Ich mag Tiersendungen und Dokus übers Weltall. Demnächst, werde ich mich übrigens wieder aufs Verarbeiten von Farbe konzentrieren. Da muss man nicht so viele Worte machen, und wird auch nicht mehr verstanden. Lediglich bezüglich des Schaufelns von Sand ins Getriebe, muss ich trotz allem Verständnis und Respekt dafür noch etwas hinzufügen. Es ist nicht so mein Ding. Getriebe, gehören für mich ins Auto. Und dort sollen sie auch bleiben. Meine Sicht auf die Menschen, ist eine andere. Eine Sicht auf menschliche Zahnräder, werde ich bis zu meinem Lebensende, - niemals akzeptieren. Was ist aus uns geworden?


Kommentare:


aebby Uhrzeit 10.12.2013 22:35:8

Ich hinterlasse meine Gedanken lieber hier.

Zuerst fällt mir eine Anekdote ein. Auf einem Bauernhof werden ein Biologe, ein BWLer und ein Physiker engagiert um die Milchproduktion zu erhöhen. Der Biologe verändert die Futtermischung, dadurch geben die Kühe 10% mehr Milch. Der BWLer entlässt 90% der Mitarbeiter und wird nachdem der Hof darnieder liegt von den verbliebenen Mitarbeitern gelyncht. Der Physiker verschwindet für ein Jahr und kommt dann freudestrahlend wieder und ruft "Wir können die Produktion verzehnfachen wenn wir von punktförmigen Kühen im Vakuum ausgehen".

Heute wird versucht alles zur Profitmaschine (zum System) umzudeklarieren. Das ist das Eine. Zum anderen sehe ich eine fast schon panische Angst sich auf das Abenteuer Mensch einzulassen - mit dem gesamten Systemfirlefanz wird dieser Angst begegnet. Die Unsicherheit, die Beziehungen innewohnt wächst sich zur Paranoia aus, vor lauter Paranoia wird das Beglückende von Beziehungen kaum noch wahrgenommen.

Im Moment habe ich aber keine Ahnung wie man dieser Angst begegnen könnte. Das ist das Deprimierende.



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